Es war wohl hauptsaechlich Neugier, die mich vor sieben Monaten in die weite Welt trieb. Als ich die ersten Tage durch die Strassen von New York zog, war das natuerlich aufregend und beeindruckend, doch ich hab mich oefter als einmal gefragt, ob das eine richtige Entscheidung war fuer so lange mein vertrautes Umfeld zu verlassen und mein Glueck auf einem fremden Kontinent zu suchen. Doch nach und nach hat meine grosse Reise Gestalt angenommen und ich hab Dinge erleben duerfen, die teilweise unmoeglich zu planen oder vorherzusehen sind. Ich hab die Knicks im Madison Square Garden und New York unter einer Schneedecke gesehen. Spaeter war ich Skibiken in den Rockies, Golfen im Death Valley, bin mit einem Porsche durch Kalifornien gefahren, genauso wie Cable Car in San Francisco. Dort hab ich mir ohne grosse Vorkenntnisse ein Fahrrad gebaut, auf welchem ich durch die Wueste Mexicos gefahren bin. Auf dem Weg zurueck in die Staaten bin ich ein Stueck von einem Fischtransporter mitgenommen worden, hab Rad und Gepaeck ins wohlriechende Kuehlfach geschmissen und hab mich irgendwie hinter Verleihnix und seine Frau gequetscht. Es sind genau diese kleinen Geschichten, die das Reisen so besonders machen. Spaeter hab ich im wohl schaebigsten Hostel der Welt gewohnt, hab 4 Wochen den Tellerwaescher gemacht und dabei den ganzen Juli in einer Stadt verbracht, die 12 Sommermonate verdient haette. Auf der Vancouver Island Tour hab ich mir die Moeglichkeit gegeben mich mit dem typischen Lonely Planet Individual-Pauschal-Touristen zu vergleichen und hab feststellen muessen, dass da mittlerweile schon Welten dazwischen liegen.
Ueberland gings zurueck in den Osten: Eine Woche, vier Zeitzonen. Ich hab in einem indischen Studentenwohnheim Bleibe gefunden, dort College-, sowie spaeter Profifootball gesehen habe. Das "gay little car" leistete treue Dienste und war somit massgeblich daran beteiligt, dass ich es insgesamt auf 8 National Parks, 2 National Lakeshores und unzaehlige State und Provincial Parks gebracht habe. Als abschliessendes Highlight war ich in einer High School und hab ueber Deutschland und meine Reise berichtet. Ich musste feststellen, dass gewisse Worte leider durch und durch Teil meines englischen Wortschatzes sind. Die Kiddies fanden es aber toll das s-Wort und vor allem das f-Wort im Klassenzimmer zu hoeren.
So abenteuerlich und aufregend sich manches liest, so intensiv Erinnerungen einer Reise auch sind und so beneidenswert sich das ein oder andere Foto auch ansieht, es gibt Dinge, die das Zuhause zum Zuhause machen, nach denen man sich sehnt und die auf lange Sicht, auch wenn sie sich nicht so gut erzaehlen und fotografieren lassen, zumindest fuer mich unverzichtbar sind.
Es ist nicht der Lockruf von Streichwurst, Bauernbrot und Fleischsalat, der mich wieder nach Hause zieht, es ist das Bewusstsein, dass es Menschen gibt, die sich auf mich freuen.
Und wer auch immer von euch da dazu gehoert, ich freu mich tierisch auf euch und jetzt is Schluss mit Gefasel, stellt das Bier kalt, macht einen Platz auf der Fernseh-Couch frei, mischt schon mal die Schafkopf-Karten, steckt das Bett ein, parkt mein Auto wo ich es haben will, stellt noch mehr Bier kalt, rutschts a bisserl zam in der Kabine unten, macht euch empfaenglich fuer Klugscheissereien, holt die staubigen Singstar-Spiele aus dem Keller, macht die Gefriertruhe voller Fertigpizza, kauft schon mal Stadionkarten vor, nicht dass es dann keine mehr gibt (muhahaha), machts a Platzerl am Pokertisch, schauts dass die Kontroller einwandfrei funktionieren und stellt vorsichtshalber noch ein paar Bier kalt.
Danke fuer alle fleissigen Mailer, Gaestebuch-Schreiber und sonstige Heimatboten!!
Bis morgen oder auch ein wenig spaeter!!!
An alle, die mit dem Gedanken Spielen mir am Flughafen die Koffer abzunehmen, ich hab euch falsch informiert! Ich komm um 10.55 erst an!! Also koennt ihr sogar einigermassen ausschlafen!
Dienstag, 16. September 2008
Samstag, 13. September 2008
Zurueck in Ann Arbor
Auf der Upper Peninsula hats uns echt gut gefallen, aber allzu spwktakulaere Sachen gibts da nicht zu berichten: Wasserfaelle, Lagerfeuer, Seen, Wanderungen, super Straende, Schlager singen zwecks Baeren vertreiben, Lagerfeuer, usw. Streifenhoernchen gibts da und als ich gemerkt hab, dass eines von dem Geruch der Erdnussbutter ganz narrisch geworden ist, ist es passiert: Die erste freundlich Annaehrung des Julian W. an ein Tier seit einem Schaltjahr. Ich hab mir Erdnussbutter auf den Finger geschmiert und wollte, dass Mr Chipmunk mir aus der Hand frisst. Aber was macht das undankbare Scheissvieh: Beisst mir da einfach in den Finger! Auf dem Weg weiter nach Wisconsin hab ich dann einen Koffer in einem Waschsalon vergessen und angesichts der 700km, die wir deswegen gefahren sind, waere es ziemlich aergerlich gewesen, wenn er nicht mehr dort gewesen waere.
Der Tag war also nicht so ereignisreich, der naechste dafuer umso besser. Es war grosser game day in Green Bay und wir haben fuer stolze 70 Dollar 2 Tickets ergattert, die eigentlich zusammen 120 kosten. Und nach 2 Football-Spielen haben wir beide echt unseren Spass dran gefunden, is echt ein unterhaltsames Spiel zum anschauen und die Superbowl-Party naechstes Jahr is mal Pflicht und hoffentlich darf ich dann mit meinem neuen Packers T-Shirt vorm Fernseher sitzen und mich erinnern wie ich das erste Spiel der Saisn gesehen hab.
Am Tag drauf hab ich den Max in Chicago rausgeschmissen und bin dann Richtung Ann Arbor gefahren. In Chicago hat man uns in eine Bar gebracht wo es fuer 1-2.50 Dollar echt anstaendige Burger gab.
Jetzt wohn ich in Ann Arbor bei Leuten, die wir auf unserer Michigan-Tour getroffen haben. Ich hab hier All Inclusive Vollverpflegung, mein eigenes Zimmer, sogar ein Telefon hab ich bekommen mit dem Angebot falls ich irgendwo hinfahren will, soll ich sie einfach anrufen und die fahren mich dann da hin.
Morgen fahr ich nach New York, wahrscheinlich mit einem Bus und am Mittwoch steig ich dann in ein Flugzeug, welches mich dann wieder nach Hause bringt.
Der Tag war also nicht so ereignisreich, der naechste dafuer umso besser. Es war grosser game day in Green Bay und wir haben fuer stolze 70 Dollar 2 Tickets ergattert, die eigentlich zusammen 120 kosten. Und nach 2 Football-Spielen haben wir beide echt unseren Spass dran gefunden, is echt ein unterhaltsames Spiel zum anschauen und die Superbowl-Party naechstes Jahr is mal Pflicht und hoffentlich darf ich dann mit meinem neuen Packers T-Shirt vorm Fernseher sitzen und mich erinnern wie ich das erste Spiel der Saisn gesehen hab.
Am Tag drauf hab ich den Max in Chicago rausgeschmissen und bin dann Richtung Ann Arbor gefahren. In Chicago hat man uns in eine Bar gebracht wo es fuer 1-2.50 Dollar echt anstaendige Burger gab.
Jetzt wohn ich in Ann Arbor bei Leuten, die wir auf unserer Michigan-Tour getroffen haben. Ich hab hier All Inclusive Vollverpflegung, mein eigenes Zimmer, sogar ein Telefon hab ich bekommen mit dem Angebot falls ich irgendwo hinfahren will, soll ich sie einfach anrufen und die fahren mich dann da hin.
Morgen fahr ich nach New York, wahrscheinlich mit einem Bus und am Mittwoch steig ich dann in ein Flugzeug, welches mich dann wieder nach Hause bringt.
Mittwoch, 3. September 2008
Upper Peninsula
Guten Tag ferne Heimat,
in 2 Wochen komm ich also wieder heim oder in anderen Worten: Ihr seid beim 10. Tuerchen eurer umgeruesteten Adventskalender angekommen. Unser Homobil faehrt immer noch, wobei es heute echt knapp war, weil es hier oben nicht so viele Tankstellen gibt und wir ein wenig unaufmerksam waren. Aber die letzten 3 Tropfen haben uns dann doch nach Paradise (so toll ist das Kaff hier dann doch nicht) und zur dortigen Tanke gebracht. Die Zeit vergeht ganz schoen schnell gerade, haben den Karrn jetzt schon neun Tage.
Nachdem wir von unserem kleinen Ausflug nach Ontario wieder in Ann Arbor waren, haben wir uns dort ein College Football Spiel angesehen. Diesen Spass, den wir mit 108 000 Menschen teilen durften, haben wir uns 150 Dollar kosten lassen. Michigan war 25:10 hinten und der Touchdowm bei diesem Spielstand hat uns echt gerettet. Stimmung is wieder gekommen und wir hatten auch unsern Spass da drin. Verloren haben sie letztendlich doch 25:23, aber wir waren nicht die einzigen fuer die der Spielstand nicht das Wichtigste war.
Danach sind wir nach Norden in den Huron State Park. Der Park war echt cool, sind da ein bisschen gewandert, haben in so einem typisch amerikanischen Flusslauf gebadet, Maxe hat tausende Bilder gemacht und Wetter war wie immer fast zu gut, ist teilweise brutal heiss hier oben. Von dort aus gings dann in die Sleeping Bear Dunes. Zum Anschauen ist das echt ganz gross, aber anstrengend ist das da rumzulaufen, aber ein wenig Sport tut mir auch mal wieder gut. Auf dem Weg nach oben war teilweise der Sand viel zu heiss, aber oben hat der Wind das wieder ertraeglich gemacht. Ich hab die Stelvorlage angenommen, das haesslichste T-Shirt der Welt zerrissen und 2 Schuhe daraus gebaut. Aber wenn man fuer 1 Dollar ein T-Shirt kauft und 6 Monate damit rumreist und es einfach nicht mehr sehen kann, ist die Trauer halb so gross. Eine andere Duene war am Ufer des Lake Michigan und ging 130 Hoehenmeter mit ca 70% - Steigung (weiss nicht wie zuverlaessig unsere Rechnungen da sind) steil nach unten. Und da zoegert man schon ein wenig bevor man da runter stuerzt. Aber abgesehen davon, dass im Sand sliden einfach zu spassig ist, lockt einen das Wasser und die immer beeindruckendere Sicht immer weiter nach unten. Und die Tatsache, dass ich jetzt an einem PC sitz und blogge, zeigt, dass ich weder vor Erschoefung gestorben, noch verdurstet und auch ansonsten heile wieder nach oben gekommen bin. Und weil man auf Zottis flickr-Seite auch schon neue Bilder findet, kann man davon ausgehen, dass der das auch ueberlebt hat.
Heute morgen sind wir also ueber die Mackinac Bridge auf die Upper Peninsula gefahren. Naja, was heisst wie sind gefahren...ICH bin gefahren, wuerde 35 Dollar extra kosten den minderjaehrigen Nasenbohrer zu versichern, also hat der Max ein glueckliches Los, sowie ich die Arschkarte gezogen.
Da ihr alle nachgesehen habt wo Paradise ist, wisst ihr, dass wir am Lake Superior sind und somit alle grossen Seen gesehen haben.
Ansonsten koennt ihr das Bier langsam kalt stellen. In Gedanken bin ich einfach schon viel mehr daheim, als ich das noch vor ein paar Monaten war, aber das ist wohl schliesslich normal....
also bis die Tage
jul
in 2 Wochen komm ich also wieder heim oder in anderen Worten: Ihr seid beim 10. Tuerchen eurer umgeruesteten Adventskalender angekommen. Unser Homobil faehrt immer noch, wobei es heute echt knapp war, weil es hier oben nicht so viele Tankstellen gibt und wir ein wenig unaufmerksam waren. Aber die letzten 3 Tropfen haben uns dann doch nach Paradise (so toll ist das Kaff hier dann doch nicht) und zur dortigen Tanke gebracht. Die Zeit vergeht ganz schoen schnell gerade, haben den Karrn jetzt schon neun Tage.
Nachdem wir von unserem kleinen Ausflug nach Ontario wieder in Ann Arbor waren, haben wir uns dort ein College Football Spiel angesehen. Diesen Spass, den wir mit 108 000 Menschen teilen durften, haben wir uns 150 Dollar kosten lassen. Michigan war 25:10 hinten und der Touchdowm bei diesem Spielstand hat uns echt gerettet. Stimmung is wieder gekommen und wir hatten auch unsern Spass da drin. Verloren haben sie letztendlich doch 25:23, aber wir waren nicht die einzigen fuer die der Spielstand nicht das Wichtigste war.
Danach sind wir nach Norden in den Huron State Park. Der Park war echt cool, sind da ein bisschen gewandert, haben in so einem typisch amerikanischen Flusslauf gebadet, Maxe hat tausende Bilder gemacht und Wetter war wie immer fast zu gut, ist teilweise brutal heiss hier oben. Von dort aus gings dann in die Sleeping Bear Dunes. Zum Anschauen ist das echt ganz gross, aber anstrengend ist das da rumzulaufen, aber ein wenig Sport tut mir auch mal wieder gut. Auf dem Weg nach oben war teilweise der Sand viel zu heiss, aber oben hat der Wind das wieder ertraeglich gemacht. Ich hab die Stelvorlage angenommen, das haesslichste T-Shirt der Welt zerrissen und 2 Schuhe daraus gebaut. Aber wenn man fuer 1 Dollar ein T-Shirt kauft und 6 Monate damit rumreist und es einfach nicht mehr sehen kann, ist die Trauer halb so gross. Eine andere Duene war am Ufer des Lake Michigan und ging 130 Hoehenmeter mit ca 70% - Steigung (weiss nicht wie zuverlaessig unsere Rechnungen da sind) steil nach unten. Und da zoegert man schon ein wenig bevor man da runter stuerzt. Aber abgesehen davon, dass im Sand sliden einfach zu spassig ist, lockt einen das Wasser und die immer beeindruckendere Sicht immer weiter nach unten. Und die Tatsache, dass ich jetzt an einem PC sitz und blogge, zeigt, dass ich weder vor Erschoefung gestorben, noch verdurstet und auch ansonsten heile wieder nach oben gekommen bin. Und weil man auf Zottis flickr-Seite auch schon neue Bilder findet, kann man davon ausgehen, dass der das auch ueberlebt hat.
Heute morgen sind wir also ueber die Mackinac Bridge auf die Upper Peninsula gefahren. Naja, was heisst wie sind gefahren...ICH bin gefahren, wuerde 35 Dollar extra kosten den minderjaehrigen Nasenbohrer zu versichern, also hat der Max ein glueckliches Los, sowie ich die Arschkarte gezogen.
Da ihr alle nachgesehen habt wo Paradise ist, wisst ihr, dass wir am Lake Superior sind und somit alle grossen Seen gesehen haben.
Ansonsten koennt ihr das Bier langsam kalt stellen. In Gedanken bin ich einfach schon viel mehr daheim, als ich das noch vor ein paar Monaten war, aber das ist wohl schliesslich normal....
also bis die Tage
jul
Freitag, 29. August 2008
Um die Seen rumpeln
Nach unserem Roadtrip quer durch Cowboyland, war ich ne knappe Woche in Ann Arbor, was eine ziemlich laessige College Town ist. Dort konnte ich auch mal endlich ein wenig Olympia schauen und dazu natuerlich Fast Food und Bier, war hammer. Gelebt hab ich dort bei 2 Indern, die 2 andere Inder zu Besuch hatten und noch wesentlich mehr Inder als Nachbarn. Am Sonntag ist dann eben der Zotti, alias Rumpel, gekommen und seit Montag sind wir mit einem Leihwagen unterwegs. Zunaechst haben wir unser "gay little car" (Fotos gibts bestimmt auch mal wieder) zu einem Provincial Park am Nordufer des Lake Erie gefahren. Danach gings an die Niagara Faelle und jetzt sind wir in Toronto. Die Faelle sind soweit echt ganz cool, wir haben sie auch nachts gesehen, haben also auch die tolle Beleuchtung bestaunen duerfen. Das Staedtchen, das sie da aussenrum gebaut haben ist irrsinnig haesslich.
Die Tatsache, dass der Max jetzt hier ist, bedeutet, dass ich alle Rechte und Pflichten am Fotografieren verloren habe und nicht selten 5 Minuten zum bloed in der Gegend runschauen verdammt bin. Dafuer haben wir dann alle am Ende supi Fotos.
Ansonsten hab ich mich in Ann Arbor dann auch mal zum Zahnarzt geschleppt, wo ich dann bestaetigt bekommen hab, dass der Zustand meiner Zaehne mal wieder furchtbar ist, dass ich tausend Loecher hab, dass mir bald alle Zaehne rausfallen und dass ich fuer 2 Wochen Antibiotika gegen Bakterien im Mund fressen und spuelen darf. Mal schauen wieviel von den 260 Dollar, die mich der Spass gekostet hat, die Versicherung uebernimmt.
Am Samstag ist das erste Spiel der College Football Saison und wir schauen uns das Spiel von der University of Michigan gegen die Utah State an. Mit komplettem Michigan-Jogginganzug, T-Shirt und Muetze bin ich dafuer auch optimal ausgeruestet. Das Zeug hab ich auch gleich mal fuer ein Niagara-Proleten-Fotoshooting angezogen, was irgendwie recht witzig war. Wer es nicht abwarten kann bis ich hier mal Fotos hochlad, kann sich das ganze auch bei http://flickr.com/photos/rumpelmax/
anschauen.
Bis die Tage
jul
Die Tatsache, dass der Max jetzt hier ist, bedeutet, dass ich alle Rechte und Pflichten am Fotografieren verloren habe und nicht selten 5 Minuten zum bloed in der Gegend runschauen verdammt bin. Dafuer haben wir dann alle am Ende supi Fotos.
Ansonsten hab ich mich in Ann Arbor dann auch mal zum Zahnarzt geschleppt, wo ich dann bestaetigt bekommen hab, dass der Zustand meiner Zaehne mal wieder furchtbar ist, dass ich tausend Loecher hab, dass mir bald alle Zaehne rausfallen und dass ich fuer 2 Wochen Antibiotika gegen Bakterien im Mund fressen und spuelen darf. Mal schauen wieviel von den 260 Dollar, die mich der Spass gekostet hat, die Versicherung uebernimmt.
Am Samstag ist das erste Spiel der College Football Saison und wir schauen uns das Spiel von der University of Michigan gegen die Utah State an. Mit komplettem Michigan-Jogginganzug, T-Shirt und Muetze bin ich dafuer auch optimal ausgeruestet. Das Zeug hab ich auch gleich mal fuer ein Niagara-Proleten-Fotoshooting angezogen, was irgendwie recht witzig war. Wer es nicht abwarten kann bis ich hier mal Fotos hochlad, kann sich das ganze auch bei http://flickr.com/photos/rumpelmax/
anschauen.
Bis die Tage
jul
Samstag, 16. August 2008
Quer durch die Staaten
So nun hab ich mal Zeit zu schreiben und es gibt diesmal auch einiges zu berichten.
Da ich ja fuer Vancouver Island wenig Zeit hatte, hab ich mich dazu entschlossen so eine organisierte Tour mit so einem kleinen Bus zu machen. Gott, da waren Vollidioten an Board, wahnsinn. Teuer wars obendrein, aber die Insel is schon cool, Grauwale hab ich auch gesehen und nen Krueppel-Schwarzbaeren auf der Strasse.
Zurueck in Vancouver, hab ich dann einen Bus nach Seattle genommen, von wo ich dann 2 Tage spaeter mit 2 andern in den Osten aufgebrochen bin. Der Kerl, dem das Auto gehoert, is echt cool, der andere, naja...
So haben wir also die letzten 5 Tage, waehrend Deutschland die 7 peinlichsten Goldmedaillen ueberhaupt geholt hat, im Auto verbracht und sind durch ganz viel gar nix gefahren. Dazwischen gabs Glacier Nationalpark, Yellowstone, Mt Rushmore (sowas von affig) und Badlands Nationalpark. Badlands is echt cool, da gibts jede Menge Erdmaennchen, die jede Menge witzige Geraeusche machen. Jetzt sind wir in Minneapolis. Fotos von den ganzen Parks gibts hoffentlich demnaechst. Ansonsten muss ich jetzt echt mal zum Zahnarzt, will gar nicht wissen was da schon wieder alles kaputt ist.
bis denne
Da ich ja fuer Vancouver Island wenig Zeit hatte, hab ich mich dazu entschlossen so eine organisierte Tour mit so einem kleinen Bus zu machen. Gott, da waren Vollidioten an Board, wahnsinn. Teuer wars obendrein, aber die Insel is schon cool, Grauwale hab ich auch gesehen und nen Krueppel-Schwarzbaeren auf der Strasse.
Zurueck in Vancouver, hab ich dann einen Bus nach Seattle genommen, von wo ich dann 2 Tage spaeter mit 2 andern in den Osten aufgebrochen bin. Der Kerl, dem das Auto gehoert, is echt cool, der andere, naja...
So haben wir also die letzten 5 Tage, waehrend Deutschland die 7 peinlichsten Goldmedaillen ueberhaupt geholt hat, im Auto verbracht und sind durch ganz viel gar nix gefahren. Dazwischen gabs Glacier Nationalpark, Yellowstone, Mt Rushmore (sowas von affig) und Badlands Nationalpark. Badlands is echt cool, da gibts jede Menge Erdmaennchen, die jede Menge witzige Geraeusche machen. Jetzt sind wir in Minneapolis. Fotos von den ganzen Parks gibts hoffentlich demnaechst. Ansonsten muss ich jetzt echt mal zum Zahnarzt, will gar nicht wissen was da schon wieder alles kaputt ist.
bis denne
Montag, 28. Juli 2008
Planung
Mr. Tellerwaescher 08 sieht keine Chancen es zum Millionaer zu schaffen und hoert demnach am 3.8. das arbeiten auf. Danach geht es Richtung Osten und ich hab wohl mein Rad zu verkaufen dafuer. Aber wenn ich nen vernuenftigen Preis krieg, dann ist das schon ok. Hab in Craigslist Leute gefunden, die am 8.8. von Seattle losfahren. Wenn das Rad dann schon verkauft ist, werd ich mit meinem neuen (also 30 Jahre alten, den ich umsonst in craigslist - wo sonst - gefunden hab) Koffer, in den dann mein ganzes Gepaeck reinpassen sollte nach Tofino, von dort aus nach Victoria und dann via Faehre nach Seattle. Fuer 4 Tage ist das ne Menge Programm, aber machbar allemal. Aber wahrscheinlich kommt eh wieder alles ganz anders, aber das waer so der aktuelle Zwischenstand meiner Reiseplaene.
Ach ja! Ich hab heute das Laufen angefangen, das gibts jetzt jeden Tag, solang ich noch in Vancouver bin. Obwohl ich recht viel radel, war ich recht bald recht ko, is schon irgendwie was anderes. Aber ich spuer schon, dass es noetig ist und taugen tut sichs auch, wenn man sich mal dazu ueberwunden hat...
sportliche Gruesse aus BC
jul
Ach ja! Ich hab heute das Laufen angefangen, das gibts jetzt jeden Tag, solang ich noch in Vancouver bin. Obwohl ich recht viel radel, war ich recht bald recht ko, is schon irgendwie was anderes. Aber ich spuer schon, dass es noetig ist und taugen tut sichs auch, wenn man sich mal dazu ueberwunden hat...
sportliche Gruesse aus BC
jul
Mittwoch, 23. Juli 2008
Montag, 21. Juli 2008
Im Westen nichts Neues
Guten Tag ferne Heimat,
ich wasch hier immer noch fleissig Teller, fahr Radl, hab wie immer schoenes Wtter dabei, lebe sehr billig, bin aber schon langsam am Planen wie ich denn dann wieder an die Ostkueste komm. Der Plan ist so gegen den 10.8. loszufahren und sich schoen 10 Tage Zeit oder so dafuer lassen bis Toronto, wo ich dann den Hernn Zott vorraussichtlich treffen werde. Ein Franzose im Hostel plant Aehnliches, sehr, sehr vorteilhaft ist das. Die Autovermieter machen den Spass wohl nicht mit, aber irgendwas faellt uns schon ein, craigslist wie immer Anlaufstelle Nummer1. Aus dem Hostel selbst will ich langsam ausziehen, is einfach so ein dreckiger Ort und stehlen tun sie dort und immer wieder gibts Probleme wie keine Waschmaschine/kein Strom/Leute waschen ihre Teller und Toepfe nicht, usw. Ganz zu schweigen davon, dass immer mal wieder jemand uebernacht von ominoesen Bed-Bugs ueberfallen wird. Hab mir gestern ein anderes angeschaut. Das is echt super da, kostet aber halt 25 Dollar die Nacht, aber ich verdien ja jetzt ein wenig, also is das mal drin. Das ist sogar naeher an der Arbeit, es ist am Strand, sauber, usw...
Ich glaub ausserdem, dass es unvermeidbar sein wird das Rad zu verkaufen, aber ich geb mein bestes es zu behalten. Wuerd eh nicht viel Geld dafuer bekommen und es is schon so ein wenig mein kleines Baby und natuerlich grosser Bestandteil meiner Reise geworden, naja, mal guggen. Ach ja, wer mir unbedingt was mitteilen moechte, muss oder will, wer zu viel Geld und Zeit hat oder wer unbedingt und schell einen guten Rat eines waisen Mannes (der kleine Jokus ist zu gut versteckt, also haeng ich ein kleines Schild mit der Aufschrift "Witz" dran), kann mich hier erreichen: 778 960 1425. Ist meine kanadische Telefonnummer. Ja, das mit den Fotos. Ich hab schon viele gemacht, aber im Apple-Store darf man keine Kamera hinhaengen und in der Library gehts nicht hier, also dann naechste Woche oder so, wenn ich im anderen Hostel wohn.
Also bis dann und lasst euch mal schoen beregnen, betuermen und beschnein, denn ich hab ja selber hier den Sonnenschein....
jul
ich wasch hier immer noch fleissig Teller, fahr Radl, hab wie immer schoenes Wtter dabei, lebe sehr billig, bin aber schon langsam am Planen wie ich denn dann wieder an die Ostkueste komm. Der Plan ist so gegen den 10.8. loszufahren und sich schoen 10 Tage Zeit oder so dafuer lassen bis Toronto, wo ich dann den Hernn Zott vorraussichtlich treffen werde. Ein Franzose im Hostel plant Aehnliches, sehr, sehr vorteilhaft ist das. Die Autovermieter machen den Spass wohl nicht mit, aber irgendwas faellt uns schon ein, craigslist wie immer Anlaufstelle Nummer1. Aus dem Hostel selbst will ich langsam ausziehen, is einfach so ein dreckiger Ort und stehlen tun sie dort und immer wieder gibts Probleme wie keine Waschmaschine/kein Strom/Leute waschen ihre Teller und Toepfe nicht, usw. Ganz zu schweigen davon, dass immer mal wieder jemand uebernacht von ominoesen Bed-Bugs ueberfallen wird. Hab mir gestern ein anderes angeschaut. Das is echt super da, kostet aber halt 25 Dollar die Nacht, aber ich verdien ja jetzt ein wenig, also is das mal drin. Das ist sogar naeher an der Arbeit, es ist am Strand, sauber, usw...
Ich glaub ausserdem, dass es unvermeidbar sein wird das Rad zu verkaufen, aber ich geb mein bestes es zu behalten. Wuerd eh nicht viel Geld dafuer bekommen und es is schon so ein wenig mein kleines Baby und natuerlich grosser Bestandteil meiner Reise geworden, naja, mal guggen. Ach ja, wer mir unbedingt was mitteilen moechte, muss oder will, wer zu viel Geld und Zeit hat oder wer unbedingt und schell einen guten Rat eines waisen Mannes (der kleine Jokus ist zu gut versteckt, also haeng ich ein kleines Schild mit der Aufschrift "Witz" dran), kann mich hier erreichen: 778 960 1425. Ist meine kanadische Telefonnummer. Ja, das mit den Fotos. Ich hab schon viele gemacht, aber im Apple-Store darf man keine Kamera hinhaengen und in der Library gehts nicht hier, also dann naechste Woche oder so, wenn ich im anderen Hostel wohn.
Also bis dann und lasst euch mal schoen beregnen, betuermen und beschnein, denn ich hab ja selber hier den Sonnenschein....
jul
Donnerstag, 10. Juli 2008
Mr Wild in Aktion
So hab ich dann also am Montag ernsthaft nach Arbeit gesucht. Da ich mal wieder auf einem kleinen Gesundheitstrip ohne Rauch und Alkohol bin, hat mir ein Job auf den ersten Blick ganz gut gefallen. "Lawncare" hoert sich nach Draussen an, nach ein bisschen koerperlicher Arbeit, aber eigentlich au recht chillig, oder? Hab mir da nen Golfplatz oder weiss Gott was vorgestellt, mit ein wenig Rasen giessen usw. 20 km entfernt ist das und faengt um 7.30 an. Also war der Plan jeden Tag so gegen 5.30 aufstehen, aufs Radl und dann ein bisschen arbeiten. Am ersten Tag bin ich dann um 5.00 schon aufs Radl, sicher ist sicher, wer weiss ob ichs find, wieviel Ampeln, Verkehr, usw. Als ich Vancouver dann gegen 6.00 ueber eine Bruecke verlassen hatte, hat sich die Strasse binnen 2 km in eine Autobahn verwandelt, wo ich logischerweise auf dem Seitenstreifenfahren musste. ALs ich dann nach ca nochmal 2 km einen Platten hatte war mein Glueck perfekt. Naja, irgendwie hab ich eine Strasse gefunden wo Busse fahren und mit ein wenig Rumfragerei bin ich dann sogar puenktlich da angekommen wo ich hin musste. Dann hiess es ca 9 Stunden ohne Pause durch reiche Viertel hetzen und Rasen maehen und die Wege mit diesen Blasegeraeten frei pusten. Die Geraete sind recht witzig im Gegensatz zu dem Kerl der mir alles gezeigt hat, bzw. zeigen sollte. Nach 3 Stunden hab ich dann einen Anruf wegen einem anderen Job gekriegt. Nach einem kurzen Blick zu dem Arsch am Steuer des Trucks und einem weiteren in den Spiegel, aus dem mich zwei allergiegeplagte Augen bettelnd ansahen, hab ich zugesagt. Den Tag hab ich trotzdem noch fertig gemacht, ca 100 Dollar krieg ich dann , wenn ich mein Radl hol, also war so schlimm alles gar nicht.
Seit gestern arbeite ich also in einem Restaurant/Bistro/Baeckerei/Konditorei und mach den Tellerwaescher, bin quasi auf dem Sprungbrett zum Millionaer. Dort is mal alles voll geil, Leute sind super freundlich, es gibt Essen, 4 6-Stunden-Schichten und knapp 300 Dollar die Woche, 15 Minuten mim Bus, wohl dann 20 mim Radl, der Strand ist nicht weit weg von dort, und und und, da gefaellts mir echt gut.
Ich wuerd da ja auch gerne ne Weile bleiben, jetzt hab ich nur das Problem mit der Immatrikulation an der Uni. Die wollen fuer denjenigen, der sich fuer mich einschreibt einen gueltigen Perso oder Reisepass. Jetzt ist der Reisepass bei mir natuerlich und der Perso abgelaufen. Wird wohl drauf rauslaufen, dass ich den Reisepass heimschick mit UPS und das Ganze dann zurueck, was mal echt teuer ist. Fotos gibts auch bald, wenns Rad mal wieder faehrt und ich dann nen freien Tag hab und das Wetter passt, fahr ich mal rum und mach tollo Vancouver Bilder.
Naja, das solls dann mal gewesen sein, gruss jul
Dienstag, 1. Juli 2008
Vancouver
Jo, seit 4 Tagen bin ich also da wo ich schon lange sein wollte, urspruenglich hin wollte und beides zurecht. Vancouver ist megahammer. Natuerlich gibts hier abgedrehte Menschen, aber alles grossteils im gruenen Bereich. San Francisco und Portland hat mich echt hippiemuede gemacht, konnte das nicht mehr sehen, fand dafuer die Southpark-Folge mit Cartman und den Hippies umso besser.
Meinen Esel hab ich bis hier her gebracht, was recht cool ist. Am ersten Abend - ich bin um 8 oder so angekommen - wollte ich einfach mal ein wenig rumradeln und was essen. Geendet bin ich in einer Kneipe wo ich fuer morgen (Mittwoch) gleich einen lang ueberfaelligen Frisoer-Termin gemacht hab und den Tag danach hat mir dann der Freund von der Frisoese 5 Stunden per Radl einiges von der Stadt gezeigt und ich hab einen ersten Eindruck davon bekommen wie relaxed hier alles ablaeuft, wie sportlich, glueklich und freundlich oft auch chinesisch die Menschen hier sind.
Problem nur, dass Vancouver, abgesehen von dem Hostel wo ich fuer 60 Dollar die Woche wohn teuer ist. Das heisst ich kann mich nicht druecken mir hier einen Job zu suchen. Ist scheinbar auch nicht zu schwer: Fast alle im Hostel arbeiten auf dem Bau. Dann haette ich quasi beim Aufbau fuer Olympia mitgeholfen. Das ist hier definitiv schon spuerbar.
Heute ist Canada Day, das sieht aus wie eine Karikatur vom Independence Day oder sowas. Die laufen schon alle mit Kanada-Flaggen rum, es gibt Kanada T-Shirts, Kanada-Socken und viele viel andere Kanada-Fanartikel, wie Kana-Bis zum Beispiel. Aber ernst nehmen tut das irgendwie trotzdem keiner. Leute singen um 9 in der Frueh die Nationalhymne auf der Strasse und lachen sich kaputt dabei, die sind einfach cool hier oben.
Was gibts sonst noch zu berichten? Im Hostel sind auch recht coole Leute, die Unibewerbung werd ich offensichtlich auch nicht verkacken und gutes Wetter hab ich wie immer mitgebracht.
Ach ja: Am 18.9. komm ich heim, dann hab ich den 19. um den Jetlag kaputt zu schlafen und am 20. faengt die Wiesn an liebe Freunde. Da will ich eine ganze Bande von euch dabei haben!!!
jul
Freitag, 20. Juni 2008
San Francisco
Hallo mal wieder,
bei mir passiert wenig Spektakulaeres, aber schreib trotzdem mal wieder einen Beitrag hier. Nachdem ich dann also ueber nacht nach Tijuana bin, musste ich dort in der Frueh ne halbe Stunde durch die Stadt zur Grenze radeln. Tijuana is einfach so unglaublich haesslich, wahnsinn. Dann hat man mich auch wieder in die Staaten gelassen. Das Visum is echt super: Darf jetzt fuer 10 Jahre aus jedem beliebigen Land (incl Kanada und Mexico) in die US of A einreisen und darf dann 6 Monate dort bleiben. Dann bin ich in San Diego wieder zu den Leuten wo wir schon vor der Radltour waren und hab dort wieder High-Speed-Internet geniessen duerfen, selbst die Temperatur der Dusche bestimmen koennen, Klopapier ins Klo geschmissen, usw...
Eine Party gabs auch wieder und hab auch wieder mit Kiddies auf der Strasse Fussball und Football gespielt. Einmal mit Gabriel eine 35km-Guten-Morgen-Radltour gemacht, umsonst in seinem Restaurant gespeist und getrunken.
Nach Santa Barbara bin ich dann wieder mit dem selben Kerl mitgefahren, mit dem wir im April runter sind. Er ist Raymonds Stiefvater und Raymond is eben auch mit, incl seiner Playstation, seiner X-Box und Guitar Hero. Guitar Hero (Flo und Jenny kennen es, manche koennten es von Southpark kennen) is voll geil. Prinzip Singstar, aber Gitarre mit Knoepfen in der Hand. Isla Vista - die College Town in Santa Barbara) - war leider ausgestorben. Die haben Sommerferien und sind alle heim. Demnach bin ich dann relativ spontan nach San Francisco gefahren, wo ich dann maechtig auf die Schnauze gefallen bin. Weil ich irgendwann einfach aufgehoert hab mir Sorgen zu machen wo ich schlaf (weil man findet dann schon irgendwas), bin ich eben ohne was organisiert zu haben nach San Francisco, wo ich um 0.30 angekommen bin. Dann bin ich einfach in die BART (so ne Art U-Bahn), in die Mission gefahren und hab angefangen nach einem Hostel zu fragen. Erst hat man mich voll falsch irgendwo hingeschickt. Dann hab ich eines gefunden nach einem unnoetigen Umweg, aber die konnten mich nicht einchecken, weil es nach 12 war. Schon scheisse, da gibts freie Betten, ich steh nach 1 bei denen vor der Tuer und kann nicht da pennen. Dann hat sie mich in ein Hostel geschickt wo sie noch angerufen hat und das kein Problem ist. Um 2.30 hab ich dann feststellen duerfen, dass sich die dumme Sau um ein S vertan hat und ich in einem Hotel war, wo das Zimmer 120 USD kostet. Ich hatte mal wieder ein plattes Hinterrad. Sonst waer ich einfach nach Marin geradelt und haett im Gruenen geschlafen. Die ganze Nacht wach bleiben ging auch nicht, weil dann waer die Gefahr das Deutschland-Spiel zu verpassen viel zu hoch gewesen. Busse sind da kaum noch gefahren und in dem Viertel wo das war, hab ich gar nicht mit dem Gedanken angefangen in irgend nem Park zu pennen. Das Viertel heisst Tenderloin, also Filet. Heisst so, weil Polizisten, die hier gearbeitet haben, besseres Essen als sozusagen Belohnung gekriegt haben. Also hab ich das Zimmer noch auf 100 USD runtergehandelt, aber noch 14 Steuer. Keine 5 Stunden geschlafen, weil ich ja das Fruehstueck vollgas auskosten musste, wenn ich denn schon so viel zahl. Also hatte ich ein 2 Meter breites Kingsize-Bett, einen Ankleideraum, ne Glotze und was nicht alles. Hab mich dann wenigstens nach dem Fruehstueck gebadet, das erste Mal seit Februar. Hab mich trotzdem saumaessig geaergert, dass die mich da hingeschickt hat. Waer ich in der Mission geblieben, in ne Bar, haett ich sicherlich ein Plaetzchen gefunden.
So hab ich mich also nach diesem Luxusabenteuer mit meinem Radl auf den Weg in eine Bar gemacht wo man Fussball zeigt. Hier gibts Millionen Homies (das sind Homeless, also Penner), die irgendwelche Gefaehrte durch die Stadt schieben und ich war einer davon. Am Abend hab ich dann noch das Radl gerichtet und bin dann in ne recht coole Life-Show mit den Leuten wo ich hier vor 2 Monaten gewohnt hab und das tu ich jetzt auch wieder.
Dienstag, 10. Juni 2008
A mexikanische Gschicht
Der Plan war genial. Den Bus um 5.00 Uhr nehmen, 13 Stunden bei fast ausschliesslich Tageslicht direkt nach Tijuana und dann ueber die Grenze nach San Diego. Naja, Uhrzeiten sind hier nicht so genau. Am PC der Ticketverkaeuferin stand 5.25, am handgeschriebenen Fahrplan 5.30, auf meinem Ticket stand 5.20 und gesagt hat sie mir 5.00 Uhr. Die Locals wussten natuerlich sofort, dass hier vom 6.00 Uhr - Bus die Rede ist. ALso bin ich um 4.30 Uhr aufgestanden. Ohne Wecker, denn sowas hab ich nicht. Um 4.50 war ich dann an der Bushaltestelle. Um 5.15 kam dann auch schon der Bus, frueher als erwartet. Leider hat er nicht angehalten. Sowas erlebt ma auch nicht alle Tage: Einfach nicht angehalten. Mit ca 100 Sachen durchs Dorf gerauscht und den Jul einfach da sitzen gelassen. Todesmuede und voll angepisst ist nicht gerade die beste Emotions-Melange. Hab dann ein wenig von meinem Proviant gegessen und auf die Ticketverkaeuferin gewartet. Die war schon um 7.00 da. Da sie Internet hat an ihrem Schreibtisch, ging dank leo die Kommunikation einigermassen und sie hat dann a wengerl telefoniert und ich darf jetzt mit meinem Ticket in den 17.00 Uhr - Bus - hoffentlich. Dass ich mich da dann samt Radl mitten auf die Strasse stell, is eh klar. Jetzt hab ich halt fast nix bei Tageslicht, komm aber um 6.00 in der Frueh in San Diego an, das heisst ich hab den ganzen Tag Zeit, um einen Schlafplatz zu finden, bzw. noch besser gleich eine Mitfahrgelegenheit gen Norden. In den Staaten ists net so einfach wie hier unten, wo es billige Absteigen gibt und man den blonden Gringo, der wohl irgendwas sucht sofort anspricht. Naja, so hab ich halt das Spanien-Russland-Spiel geschaut, schau mir nachher Griechenland-Schweden an, kann den I-Pod aufladen, meine letzten Pesos in Tacos verwandeln und natuerlich Gruesse in die Heimat schicken!
In diesem Sinne
gruss jul
In diesem Sinne
gruss jul
Sonntag, 8. Juni 2008
Zurueck in die Staaten
Nach unserer grossen Ankunft, waren wir ein paar Tage in La Paz. Nach 1500km Wueste, waren wir hin und weg wieviel Zivilisation es da unten gibt. Is ne recht schoene Stadt, es gibt Bars, Straende, einen richtigen Supermarkt (so richtig schoen im Wall Mart Design: gross, Klimaanlage, jeden Scheiss gibts, billig, einfach super), man sagt es gaebe sogar ein Kino irgendwo. Danach sind wir nach die Gegend - vor allem die Straende - mit einem Leihwagen abgefahren. Dafuer haben wir uns anstaendig ausgeruestet und einen Ball, sowie ein Gummiboot gekauft. An einem Strand haben wir Nuernberger getroffen, die mir dann fuer ne Stunde ein Surfbrett ausgeliehen haben. Ansonsten hatten wir noch den "Mailman", der Mailman ist ein Frisbee, auf dem riesengross mit Edding geschrieben "The Mailman" steht. Ein Frisbee ist uebrigens das perfekte Reiseutensil: Teller, Feuerwedler, in Zusammenarbeit mit der Pfanne ein Nudelsieb, bei Reperaturen ein Teller fuer Schraeubchen und natuerlich ein Spielzeug.
Unten in Cabos haben wir dann das erste Mitglied der Fellowship verloren: Jonah. Der Grund dafuer heisst Argelia, ne ziemlich abgedrehte Goehre. Die beiden kommen aber vielleicht bald nach B.C., wo ich sie dann wieder treffen werde. Vorgestern ist dann das Fellowship endgueltig gesunken, weil ich frueh am Morgen in einen Bus nach Norden gestiegen bin. Da ich alles bei Tag machen will, fuhr ich nur bis Santa Rosalia. Dort wollte ich Gordon treffen. Weiss nicht, ob ichvon ihm erzaehl hab, so ein Gringo, der da unten wohnt und mit uns von Santa Rosalia bis fast Mulage geradelt ist. Also bin ich nach San Lucas - wo Gordon angeblich wohnt - getrampt und hab den Kollegen gesucht. Nach zwei Stunden musste ich feststellen, dass es dort keinen Gordon gibt. Somit musste ich allgemein feststellen, dass Gringos in Baja allgemein ein Rad abhaben und kurz drauf musste ich feststellen, dass meines zwar noch dran, aber mal wieder platt war. Also stand ich in der Daemmerung mit Platten ohne Werkzeug (das faehrt mit Guillermo nach Mex City), ohne Gordon, dafuer mit umso mehr Hunger in einem von Gott verlassenen Bumsdorf in der Wueste. Nunja, der Ausdruck "von Gott verlassen" passt nicht ganz, da war mehr Gott als erwartet und zwar ein von Baptisten gefuehrtes Waisenhaus. Bei denen durfte ich dann naechtigen und hab auch was zu essen bekomme. Die erste Nacht in der Kirche, die zweite im Haus des Ehepaars, die das hier leiten. Somit hat also der "Club 200", unser Schlauchboot, neue Besitzer gefunden, ich hab mit den Kindern ein wenig Fussball gespielt und war sonst auch recht interessant alles. Ich hatte ne Glotze und DVDs im Zimmer, aergert mich ungemein, dass ich eingepennt bin, waehrend ich "Walk the Line" angeschaut hab. In Santa Rosalia hab ich nen neuen Schlauch gekauft, Schland geglotzt, am naechsten Tag Holland und danach bin ich per Daumentram weiter nach Norden. Die Daumentram ist hier ein wenig problematisch, weil es recht viele Militaerkontrollen gibt und die Leute da ein wenig Bangel haben Fremde im Auto zu haben, is sogar verstaendlich. Naja, bis San Ignacio bin ich gekommen. War recht witzig, der erste hat mich in einen Ort gebracht, in dem es 2 Haeuser und einen Tacostand gibt. Dort hab ich nach dem Tacomahl, 15 Minuten kein Auto gesehen. Das erste daskam hat mich auch mitgenomme: Ein Fischtransporter, oleole. Also Radl und Taschen hinten in den Fischtresor und selber irgendwo hinter die Sitze des Trucks gedrueckt. Hier in San Ignacio darf ich jetzt bei so nem Kerl pennen, der gegenueber von der Bushaltestelle wohnt und dann fahr ich 13 Stunden ab 5.00 in der Frueh nach Tijuana, wo man mich hoffentlich wieder in die Staaten laesst. Das Einwanderungszeug ist sehr seltsam dort und hab im Netz keine genauen Informationen gefunden und den Leuten dort glaub ich auch nicht zu 100%. Fotos gibts irgendwie keine, aber das macht nix, ihr habt ja alle eine irrsinnige Vorstellungskraft.
letzter Gruss aus Mexico
jul
Unten in Cabos haben wir dann das erste Mitglied der Fellowship verloren: Jonah. Der Grund dafuer heisst Argelia, ne ziemlich abgedrehte Goehre. Die beiden kommen aber vielleicht bald nach B.C., wo ich sie dann wieder treffen werde. Vorgestern ist dann das Fellowship endgueltig gesunken, weil ich frueh am Morgen in einen Bus nach Norden gestiegen bin. Da ich alles bei Tag machen will, fuhr ich nur bis Santa Rosalia. Dort wollte ich Gordon treffen. Weiss nicht, ob ichvon ihm erzaehl hab, so ein Gringo, der da unten wohnt und mit uns von Santa Rosalia bis fast Mulage geradelt ist. Also bin ich nach San Lucas - wo Gordon angeblich wohnt - getrampt und hab den Kollegen gesucht. Nach zwei Stunden musste ich feststellen, dass es dort keinen Gordon gibt. Somit musste ich allgemein feststellen, dass Gringos in Baja allgemein ein Rad abhaben und kurz drauf musste ich feststellen, dass meines zwar noch dran, aber mal wieder platt war. Also stand ich in der Daemmerung mit Platten ohne Werkzeug (das faehrt mit Guillermo nach Mex City), ohne Gordon, dafuer mit umso mehr Hunger in einem von Gott verlassenen Bumsdorf in der Wueste. Nunja, der Ausdruck "von Gott verlassen" passt nicht ganz, da war mehr Gott als erwartet und zwar ein von Baptisten gefuehrtes Waisenhaus. Bei denen durfte ich dann naechtigen und hab auch was zu essen bekomme. Die erste Nacht in der Kirche, die zweite im Haus des Ehepaars, die das hier leiten. Somit hat also der "Club 200", unser Schlauchboot, neue Besitzer gefunden, ich hab mit den Kindern ein wenig Fussball gespielt und war sonst auch recht interessant alles. Ich hatte ne Glotze und DVDs im Zimmer, aergert mich ungemein, dass ich eingepennt bin, waehrend ich "Walk the Line" angeschaut hab. In Santa Rosalia hab ich nen neuen Schlauch gekauft, Schland geglotzt, am naechsten Tag Holland und danach bin ich per Daumentram weiter nach Norden. Die Daumentram ist hier ein wenig problematisch, weil es recht viele Militaerkontrollen gibt und die Leute da ein wenig Bangel haben Fremde im Auto zu haben, is sogar verstaendlich. Naja, bis San Ignacio bin ich gekommen. War recht witzig, der erste hat mich in einen Ort gebracht, in dem es 2 Haeuser und einen Tacostand gibt. Dort hab ich nach dem Tacomahl, 15 Minuten kein Auto gesehen. Das erste daskam hat mich auch mitgenomme: Ein Fischtransporter, oleole. Also Radl und Taschen hinten in den Fischtresor und selber irgendwo hinter die Sitze des Trucks gedrueckt. Hier in San Ignacio darf ich jetzt bei so nem Kerl pennen, der gegenueber von der Bushaltestelle wohnt und dann fahr ich 13 Stunden ab 5.00 in der Frueh nach Tijuana, wo man mich hoffentlich wieder in die Staaten laesst. Das Einwanderungszeug ist sehr seltsam dort und hab im Netz keine genauen Informationen gefunden und den Leuten dort glaub ich auch nicht zu 100%. Fotos gibts irgendwie keine, aber das macht nix, ihr habt ja alle eine irrsinnige Vorstellungskraft.
letzter Gruss aus Mexico
jul
Donnerstag, 29. Mai 2008
LA PAZ !!!!!
So wurden also am 28.5. um ca 18.30 in La Paz, Baja California, Mexico Helden geboren!
Aber erstmal zrueck zum 18.5. Wir haben dort in Santa Rosalia einen Gringo kennengelernt, der an diesem Tag mit uns nach Mulage radeln wollte. Da wir ihm gesagt hatten, dass die Chancen, dass wir vor 10.30 Uhr loskommen eher gering sind, stand er also puenktlich um 10.30 Uhr vor unserem Hotel. Wir hatte aber noch nix gepackt, also schickten wir Gordon auf eine 1,5 Stunden - Tour um die Blocks von Santa Rosalia (ca 85 Runden ums Dorf) und packten. Als Gordon wieder da war, musste er noch ca 15 Minten warten, bis er erfuhr, dass wir noch was essen muessen. Um ca 14.00 Uhr gings dann auch los und ich kann euch sagen, wenn es bei knapp 40 Grad bergauf geht, bereut man jeden Schluck Alkohol vom Vortag und glaubt mir: Ich hatte viel zu bereuen. Die Piñata war uebrigens komplett leer. Nach diesem fuer mich ziemlich anstrengenden Tag, kamen wir nach Mulage. Von Santa Rosalia bis Loreto haben wir dann insgesamt 8 od. 9 Tage gebraucht. Alle hatten mindestens leichte Magenprobleme, ich streckenweise zielmich schwere. Ausserdem hatten wir uns das eh vorgenommen, weil es da lauter Straende, Buchten, usw. gibt.
Von Loreto aus haben wir dann 4 Tage Gas gegeben und sind dann gestern in La Paz angekommen. Der erste Tag war nur 56 km, dafuer uebelste Steigung. In einem Tal hat es ausgesehen wie in der Reichstag-Kuppel. In allen Hoehen sieht man Autos und LKWs in alle moeglichen Richtungen fahren. Vor diesem Tal war ca 1 km mit 8% - Schnitt und danach gings nicht so steil, dafuer aber noch ein ziemlich gutes Stueck und auch der Rest von dem Tag und der Anfang vom naechsten waren tendenziell aufwaerts. Die naechsten Tage waren 88, 113 und 98 km und ich hatte auf dem Hinterreifen ca 10 Platten. Die Erklaerung fand sich nach ca dem 5. : Die 3,75 USD - Wall Mart - Handpumpe ist uns kaputt gegangen, also haben wir in Loreto eine neue gekauft. In Mexico hat man keine Auswahl und nimmt halt was man kriegt: In diesem Fall eine 1,5 kg, 60 cm lange Fusspumpe. Mit der hatten wir aber auch diverse Probleme und so hatte ich auf dem Hinterreifen immer viel zu wenig Luft und das beste kommt noch: Irgendwann hab ich dann festgestellt, dass der Rahmen die falsche Groesse hat, ich bin also 1500 km mit falschem Rahmen hinten gefahren. Zwischendrin mal 50 km aufgepumpt wie ein Squash-Ball, bevor ih in einem kleinen Dorf was zm Aufpumpen gefunden hab. Die Ankunft gestern war auf alle Faelle Hammer und La Paz is soweit auch recht cool und ab heute wird ein paar Tage gefeiert!!!
Fotos gibts demnaechst hoffentlich ach wieder...
Aber erstmal zrueck zum 18.5. Wir haben dort in Santa Rosalia einen Gringo kennengelernt, der an diesem Tag mit uns nach Mulage radeln wollte. Da wir ihm gesagt hatten, dass die Chancen, dass wir vor 10.30 Uhr loskommen eher gering sind, stand er also puenktlich um 10.30 Uhr vor unserem Hotel. Wir hatte aber noch nix gepackt, also schickten wir Gordon auf eine 1,5 Stunden - Tour um die Blocks von Santa Rosalia (ca 85 Runden ums Dorf) und packten. Als Gordon wieder da war, musste er noch ca 15 Minten warten, bis er erfuhr, dass wir noch was essen muessen. Um ca 14.00 Uhr gings dann auch los und ich kann euch sagen, wenn es bei knapp 40 Grad bergauf geht, bereut man jeden Schluck Alkohol vom Vortag und glaubt mir: Ich hatte viel zu bereuen. Die Piñata war uebrigens komplett leer. Nach diesem fuer mich ziemlich anstrengenden Tag, kamen wir nach Mulage. Von Santa Rosalia bis Loreto haben wir dann insgesamt 8 od. 9 Tage gebraucht. Alle hatten mindestens leichte Magenprobleme, ich streckenweise zielmich schwere. Ausserdem hatten wir uns das eh vorgenommen, weil es da lauter Straende, Buchten, usw. gibt.
Von Loreto aus haben wir dann 4 Tage Gas gegeben und sind dann gestern in La Paz angekommen. Der erste Tag war nur 56 km, dafuer uebelste Steigung. In einem Tal hat es ausgesehen wie in der Reichstag-Kuppel. In allen Hoehen sieht man Autos und LKWs in alle moeglichen Richtungen fahren. Vor diesem Tal war ca 1 km mit 8% - Schnitt und danach gings nicht so steil, dafuer aber noch ein ziemlich gutes Stueck und auch der Rest von dem Tag und der Anfang vom naechsten waren tendenziell aufwaerts. Die naechsten Tage waren 88, 113 und 98 km und ich hatte auf dem Hinterreifen ca 10 Platten. Die Erklaerung fand sich nach ca dem 5. : Die 3,75 USD - Wall Mart - Handpumpe ist uns kaputt gegangen, also haben wir in Loreto eine neue gekauft. In Mexico hat man keine Auswahl und nimmt halt was man kriegt: In diesem Fall eine 1,5 kg, 60 cm lange Fusspumpe. Mit der hatten wir aber auch diverse Probleme und so hatte ich auf dem Hinterreifen immer viel zu wenig Luft und das beste kommt noch: Irgendwann hab ich dann festgestellt, dass der Rahmen die falsche Groesse hat, ich bin also 1500 km mit falschem Rahmen hinten gefahren. Zwischendrin mal 50 km aufgepumpt wie ein Squash-Ball, bevor ih in einem kleinen Dorf was zm Aufpumpen gefunden hab. Die Ankunft gestern war auf alle Faelle Hammer und La Paz is soweit auch recht cool und ab heute wird ein paar Tage gefeiert!!!
Fotos gibts demnaechst hoffentlich ach wieder...
Samstag, 17. Mai 2008
Geburtstag
Ich sitz grad seit 4 Stunden in einem Internet-Cafe und nutze die meiste Zeit um ganz gewissenhaft eure Glueckwuensche zu beantworten. Jetzt hab ich denk ich alles beantwortet und dann kommt dieser kleine, ein wenig traurige Moment, den jeder kennt. Man sitzt vorm PC und hat eigentlich nix mehr zu tun. Man schaut dann ein bisschen sinnlos bei Wikipedia herum, um sich Fragen, die in den letzten Tagen mal aufgekommen sind, zu beantworten, aber eigentlich ist man fretig. Aber da man ein wenig rumsuechtelt, kann man den Computer ja nicht einfach alleine lassen, also schreib ich euch diesen kleinen Beitrag.
Heute morgen bin ich nichtsahnend aus dem Bad unseres Zimmers gekommen und hab durch meine verschwommenen Augen ein irrsinnig kitschiges Poster an der Wand bemerkt: Die 6 Vorzeige-Schlampen von Walt Disney und ein Schriftzug "Feliz Cumpleaños". Den gleichen Schriftzug fand ich auf dem Glitzerballon den man mir in die Hand gedrueckt hat. Auf der Literflasche, die fuer die andere Hand bestimmt war stand nur Tecate. Mit ein paar Streifen unseres wichtigsten Werkzeugs - Klebeband - hat man eine rosa Piñata an der Lampe befestigt. Das ist normalerweise eine Puppe (meine Billigvresion sieht eher aus wie ein gefaerbtes Huhn ohne Kopf) , die man zerschlaegt und dann regnet es Suessigkeiten. Nachdem ich mich also ueberzeugt haben werde, dass das Internet auch ohne mir funktioniert, geh ich was essen (die Wahrscheinlichkeit dass es Taccos sind ist nahezu 100%), trink noch ein bisschen Tecate - vielleicht auch ein bisschen mehr oder gar zu viel - und dann mach ich mich an die Piñata. Ich bin schon schwer gespannt was da fuer mexikanische Suessigkeiten rauskommen, oder ob sie doch ein Version mit billigem Sexspielzeug gewaehlt haben. Naja, ihr werdet erfahren was drin war...
Heute morgen bin ich nichtsahnend aus dem Bad unseres Zimmers gekommen und hab durch meine verschwommenen Augen ein irrsinnig kitschiges Poster an der Wand bemerkt: Die 6 Vorzeige-Schlampen von Walt Disney und ein Schriftzug "Feliz Cumpleaños". Den gleichen Schriftzug fand ich auf dem Glitzerballon den man mir in die Hand gedrueckt hat. Auf der Literflasche, die fuer die andere Hand bestimmt war stand nur Tecate. Mit ein paar Streifen unseres wichtigsten Werkzeugs - Klebeband - hat man eine rosa Piñata an der Lampe befestigt. Das ist normalerweise eine Puppe (meine Billigvresion sieht eher aus wie ein gefaerbtes Huhn ohne Kopf) , die man zerschlaegt und dann regnet es Suessigkeiten. Nachdem ich mich also ueberzeugt haben werde, dass das Internet auch ohne mir funktioniert, geh ich was essen (die Wahrscheinlichkeit dass es Taccos sind ist nahezu 100%), trink noch ein bisschen Tecate - vielleicht auch ein bisschen mehr oder gar zu viel - und dann mach ich mich an die Piñata. Ich bin schon schwer gespannt was da fuer mexikanische Suessigkeiten rauskommen, oder ob sie doch ein Version mit billigem Sexspielzeug gewaehlt haben. Naja, ihr werdet erfahren was drin war...
Dienstag, 13. Mai 2008
1. Halbzeit des Wuestenritts
Heute ist unser erster Ruhetag. Da das ganze in einer kleinen Stadt mit Internet ist, kann ich also hiermit meinen ersten Beitrag aus Mexico schreiben. Ich weiss gar net wo ich anfangen soll, es ist so wahnsinnig viel passiert seit wir hier sind, so oft fallen Saetze wie "Weisst du noch wie wir in Tijuana auf die anderen gewartet haben, das fuehlt sich an wie vor 3 Monaten". So hat also mehr oder weniger alles angefangen. Jonah und ich warten um 23.00 Uhr in Tijuana auf die anderen um abgeholt zu werden und Tijuana is mal einfach ein Mega-Drecksloch wo man sich einfach nicht wohl fuehlt. Von dort aus gings dann also am naechsten Tag los, naja noch nicht ganz. Da in den Estados Unidos die beschissensten aller Grenzbeamten sitzen, musste ich nochmal fuer 2 Stunden ueber die Grenze um meine Ausreise zu regeln, aber die Geschichte is so dumm und viel zu umstaendlich, die kriegt ihr, wenn ihr ihr wollt, bei nem guten Bier, wenn ich wieder daheim bin. Bis Ensenada war die Radlerei minder schoen, aber das wussten wir. Erst durch Tijuana, dann illegal auf der Autobahn, viel Verkehr, und und und...
Danach wurde es dann verkehrsmaessig immer ruhiger, schoener, auch heisser, bergiger, anstrengender, duenner besieselt und die Tour nahm Gestalt an.
Dass ich immer schoen Radlreisetagebuch schreib (welches gerade nicht neben mir liegt), hilft mir die Chronologie der Ereignisse nicht zu vergessen. Die Bilanz der vergangenen 13 Tage sieht in etwa so aus: 730 km, 3 Flicken auf dem Schlauch meines Hinterreifen bevor er dann komplett ausgetauscht wurde, 3 Unfaelle (einmal Truck in Spanier, einmal Deutscher in Spanier und einmal Deutscher in Kanadier), Jonah hat mal nachts gekotzt und hat am Folgetag 80km durchgehalten, 2 grosse lebendige Schlangen am Strassenrand, schaetzungsweise 150 tote auf der Strasse, 30 tote Hunde, 2 neue Rahmen bei Team Spanien, einer bei Team Germany, 2 Reperaturen mit Stein und Socke, Rekord liegt bei 5 mal Camping in Folge (das heisst 5 Tage ohne Dusche, Spiegel, neuer Waesche, usw.), Team Canada schwaechelt, Team España kommt langsam in Form, Team Germany ist nach wie vor fit wie ein Turnschuh, ein kleiner Skorpion IN meinem Zelt, Zelt in 3. Nacht kaputt gegangen, der Mexikaner ist uns abgehauen, weil wir ihm zu traege waren (der Wahnsinnige faehrt offensichtlich von Sonnenauf- bis Untergang durch), wir waren zwischendurch auf 1000 Hoehenmeter, es windet brutalst, die Naechte sind kalt, das Angebot der kleinen Laeden ist abwechslungsreich wie die Pulloverwahl des Herr Hums, ein LKW faehrt im Schnit 30 cm an uns vorbei, oben ohne sehen wir aus als ob wir T-Shirts tragen, Guillermo kann keine Tortillas mehr sehen, landschaftlich is echt was geboten, wir haben gestern per Fahrrad eine neue Zeitzone erreicht, die Strassen waren bisher meist recht gut, wir wurden noch nicht ausgeraubt, mein Spanisch ist und bleibt wohl auch sehr bescheiden, ist aber weit besser als das durchschnittliche Englich hier, ab und an faehrt eine kleine Armee an uns vorbei, die Waschmaschinen gestern waren ihren Aufgaben nicht gewachsen...
Morgen gehts in alter, neuer Frische weiter und da es bis San Ignacio recht easy going sein soll, planen wir unseren ersten Ueber -100 km - Tag. Was aber auf alles Faelle schon feststeht ist, dass dieser Radl-Ausflug mit dem Radl sicherlich einer der Hoehepunkte meiner Reise ist. Dann schaut euch mal alle fleissig die Bilder im Fotoalbum an!!
gruss jul
Danach wurde es dann verkehrsmaessig immer ruhiger, schoener, auch heisser, bergiger, anstrengender, duenner besieselt und die Tour nahm Gestalt an.
Dass ich immer schoen Radlreisetagebuch schreib (welches gerade nicht neben mir liegt), hilft mir die Chronologie der Ereignisse nicht zu vergessen. Die Bilanz der vergangenen 13 Tage sieht in etwa so aus: 730 km, 3 Flicken auf dem Schlauch meines Hinterreifen bevor er dann komplett ausgetauscht wurde, 3 Unfaelle (einmal Truck in Spanier, einmal Deutscher in Spanier und einmal Deutscher in Kanadier), Jonah hat mal nachts gekotzt und hat am Folgetag 80km durchgehalten, 2 grosse lebendige Schlangen am Strassenrand, schaetzungsweise 150 tote auf der Strasse, 30 tote Hunde, 2 neue Rahmen bei Team Spanien, einer bei Team Germany, 2 Reperaturen mit Stein und Socke, Rekord liegt bei 5 mal Camping in Folge (das heisst 5 Tage ohne Dusche, Spiegel, neuer Waesche, usw.), Team Canada schwaechelt, Team España kommt langsam in Form, Team Germany ist nach wie vor fit wie ein Turnschuh, ein kleiner Skorpion IN meinem Zelt, Zelt in 3. Nacht kaputt gegangen, der Mexikaner ist uns abgehauen, weil wir ihm zu traege waren (der Wahnsinnige faehrt offensichtlich von Sonnenauf- bis Untergang durch), wir waren zwischendurch auf 1000 Hoehenmeter, es windet brutalst, die Naechte sind kalt, das Angebot der kleinen Laeden ist abwechslungsreich wie die Pulloverwahl des Herr Hums, ein LKW faehrt im Schnit 30 cm an uns vorbei, oben ohne sehen wir aus als ob wir T-Shirts tragen, Guillermo kann keine Tortillas mehr sehen, landschaftlich is echt was geboten, wir haben gestern per Fahrrad eine neue Zeitzone erreicht, die Strassen waren bisher meist recht gut, wir wurden noch nicht ausgeraubt, mein Spanisch ist und bleibt wohl auch sehr bescheiden, ist aber weit besser als das durchschnittliche Englich hier, ab und an faehrt eine kleine Armee an uns vorbei, die Waschmaschinen gestern waren ihren Aufgaben nicht gewachsen...
Morgen gehts in alter, neuer Frische weiter und da es bis San Ignacio recht easy going sein soll, planen wir unseren ersten Ueber -100 km - Tag. Was aber auf alles Faelle schon feststeht ist, dass dieser Radl-Ausflug mit dem Radl sicherlich einer der Hoehepunkte meiner Reise ist. Dann schaut euch mal alle fleissig die Bilder im Fotoalbum an!!
gruss jul
Montag, 28. April 2008
Hiermit kommt also der lang versprochene Beitrag ueber mein Radl. Wie ihr ja wisst, musste ich 3 Wochen in San Francisco verbringen. Das ist die trostlose Stadt auf den folgenden Bildern. Links is Alkatraz und rechts die Lombard-Street, also der beruehmte Teil von ihr.


Das hier ist das Depot der Bike Kitchen, wo alles angefangen hat. Mit etwas Hilfe und wenig Ahnung hab ich mir hier vor fast 4 Wochen einen Rahmen ausgesucht, aus dem in den folgenden Wochen ein echtes Radl geworden ist. Irgendwie hab ich es versaeumt den eigentlich spannenden Teil des Depots zu fotografieren: Man stelle sich rechts einen kleinen Gang vor, 1,5m breit und ca 5 lang. Dort findet man links und rechts irgendwie alles was man braucht und gleichzeit nix was man gebrauchen kann. Da sucht man dann nach Schrauben, Muttern, Schaltungen, Kabeln, Gehaeusen, und und und....


Das hier ist das Depot der Bike Kitchen, wo alles angefangen hat. Mit etwas Hilfe und wenig Ahnung hab ich mir hier vor fast 4 Wochen einen Rahmen ausgesucht, aus dem in den folgenden Wochen ein echtes Radl geworden ist. Irgendwie hab ich es versaeumt den eigentlich spannenden Teil des Depots zu fotografieren: Man stelle sich rechts einen kleinen Gang vor, 1,5m breit und ca 5 lang. Dort findet man links und rechts irgendwie alles was man braucht und gleichzeit nix was man gebrauchen kann. Da sucht man dann nach Schrauben, Muttern, Schaltungen, Kabeln, Gehaeusen, und und und....Ich bin hier zwar kein Profi-Mechaniker geworden, aber ein Mega-Greenhorn wie noch vor einem Monat bin ich auch nicht mehr. Und ein bisschen stolz hat es mich schon gemacht, wenn kleine Tueftelein funktioniert haben oder ich bei Kleinigkeiten sogar and
eren helfen konnte.
eren helfen konnte.Auf dem Bild rechts sieht man den Hauptraum der Werkstatt, wo alle fleissig an ihren Fahrraedern basteln. Der nette Herr im Vordergrund ist uebrigens Guillermo, der geistige Vater unserer Radl-Tour. Vielleicht werd ich ihn dafuer hassen, wenn ich bei 40 Grad mein ganzes Gepaeck einen Berg hochstrampel...
Den Rest der Mannschaft werdet ihr bei Gelegenheit noch kennen lernen.
Ein normaler Werkstatt-Tag hat dann ca so ausgesehen: Tagsueber in meinem Buch gelesen, vorbereitet auf das was ich machen wollte. Um 18.00 Uhr dann in die Werkstatt und dann 3 Stunden hin und her geirrt, Sachen gesucht, Ratschlaege bekommen, Werkeug gesucht, Schrauben gesucht, jaja viel suchen...
Ein normaler Werkstatt-Tag hat dann ca so ausgesehen: Tagsueber in meinem Buch gelesen, vorbereitet auf das was ich machen wollte. Um 18.00 Uhr dann in die Werkstatt und dann 3 Stunden hin und her geirrt, Sachen gesucht, Ratschlaege bekommen, Werkeug gesucht, Schrauben gesucht, jaja viel suchen...
Einmal, am sogenannten Earth-Day (in San Francisco nimmt man sowas ernst, man ist ja schliesslich San Francisco) war in einem Park so ein Earth-Day-Festival, da war auch ein Stand der Bike-Kitchen und ich konnte auch sonntags schrauben. Dann kam so ein Kerl von einer Zeitung, hat mich fotografiert und gesagt, dass ich am folgenden Tag in irgend einer Zeitung waere. Naja, hab den Namen der Zeitung vergessen, aber der hat wohl bestimmt noch ne spannenderer Earth-DayGeschichte gefunden.


Das ist also mein Pferdchen. "Emmel" ist jetzt nicht unbedingt ein schoener Name, aber immerhin hat es jetzt einen. "Emmel" hat leider keine Moeglichkeit Flaschenhalter anzuschrauben, aber das wird so schon halten. Jetzt war ich noch nicht mal in Mexiko und hatte schon nen Platten. Musste den ganzen Schlauch austauschen, weil der Fehler am Ventil war. In


Das ist also mein Pferdchen. "Emmel" ist jetzt nicht unbedingt ein schoener Name, aber immerhin hat es jetzt einen. "Emmel" hat leider keine Moeglichkeit Flaschenhalter anzuschrauben, aber das wird so schon halten. Jetzt war ich noch nicht mal in Mexiko und hatte schon nen Platten. Musste den ganzen Schlauch austauschen, weil der Fehler am Ventil war. In
Der Weg von San Francisco nach San Diego war auch echt cool. Ich musste um 5.30 aufstehen und dann erstmal ueber ne halbe Stunde radeln. Dass das Ganze in San Francisco war, ist dabei nicht zu verachten. Dann sind wir mit der Bart (das ist eine Art S-Bahn fuer die Bay-Area) nach Oakland zum Amtrak-Bahnhof gefahren. Dort haben wir rausgefunden, dass die billigste und schnellste Loesung nach Santa Barbara zunaechst ein Bus ist, der dann gegen zwischen 8.30 und 9.00 mehr oder weniger ueberall vorbei gefahren ist, wo wir gewohnt haben. Aber beim Ueberqueren der Bay Bridge wurde mir klar, dass ich die absolut richtige Entscheidung getroffen hab nach Baja mitzukommen. Das war bis jetzt wohl einer der besten Momente. Klarer Himmel, keine Wolken. Guillermo hat auf seiner Ukulele gespielt und wir genossen es den Bus fuer uns alleine zu haben. Rechts von uns Alkatraz und im Hintergrund die Golden Gate Bridge, links von uns das Bay, das am Horizont in tiefem Nebel lag.
Das war ein so dermassen friedlicher Moment, dass sogar die Containerschiffe und Exxon-Tanker Teil davon wurden. Und so sind wir dann also mim Bus irgendwo hin gefahren, um dort in einen Zug nach Santa Barbara zu steigen. ueber Nacht waren wir ca 10 Meilen westlich von Santa Barbara an der Uni. 20 000 Studenten in einem Dorf, das ein bisschen groesser wie Opf ist, da is sowas von super Stimming, dass ich da auf dem Weg zurueck in den Norden unbedingt wieder hin will. Am naechsten Morgen sind wir dann also einen voll schoenen Radweg zurueck nach Santa Barbara, wo wir ein paar Tage zuvor jemanden gefunden hatten, der 3 Mann + 3 Raeder mit nach San Diego nehmen kann. In San Diego waren wir erstmal gratis Fish-Taco essen bei einem Freund von unserem Fahrer. Und bei dem wohnen wir jetzt, vorgestern war die Geburtstagsfeier seiner Frau. Das war eine Gaudi. Nachmittags mit den ganzen Kiddies Football gespielt (eine sehr, sehr harmlose Abklatsch-Version fuer die Strasse), danach Tacos und Hot-Dogs und zwischendurch immer wieder ein kleines Bierli. Zusammengefasst laesst sich also sagen, dass es mir brutalst gut geht, ich mich auf das Radln freuen kann und ihr euch auf den naechsten Beitrag, dann aus Mexico.
41 Grad - Gruss aus San Diego, California
Mittwoch, 16. April 2008
Finger in Po...
MEXICO!!!
Hiermit steht es also fest: Am 27.4. treffen sich in Tijuana ein Spanier, ein Mexikaner, vielleichtein Kanadier( der hat sein US-Visum ueberzogen, sitzt grad im Bus nach Vancouver, der Spanier bastelt dann an seinem Radl, naja, mal schauen) und der Jul, um von dort aus Richtung Mexico-City zu radeln. Ich werd allerdings in La Paz aufhoeren. Das Radl muesste heute fertig werden, fehlen eigenlich nur noch Schaltkabel und Gepaecktraeger, ich hoff ich bin net so faul wie gestern. Vorgestern war ich Frisbee-Golfen, hab aber nach erstaunlich guten ersten Bahnen ziemlich abgekackt. Ansonsten leb ich hier so vor mich hin, beschaeftig mich mit meinem Radl, spazier froehlich durch die Stadt und wart bis das Radl steht.
Sonntag, 13. April 2008
Fahrrad-Bauen III
Howdi,
das Radl is fast fertig. Alles dran ausser die Kabel. Gestern war Samstag, da is die "BikeKitchen" 5 Stunden auf und gestern war mega-erfolgreich. Bremsen gefunden, einen Sattel, ne gute Kette, ne Vorderschaltung, ein Kettenblatt gekauft, alles gleich hingebaut, Schalt- und Bremshebel auch. Jetzt muss ich am Dienstag nooch den Spass verkabeln, die Huellen fuer die Kabel machen, naja so ein paar Kleinteile fehlen noch, dass die Kabel dann schoen halten, aber da kann ich ja insgesamt unter 10 USD davon kommen, dann muss ich nicht ewig suchen. Also hab ich insgesamt fuer unter 100 Dollar,also fuer ca 60 Euro ein Radl. Ich glaub ausserdem, dass ich mir Satteltaschen kauf und den Rucksack, sowieSachen die ich net brauch von UPS nach Vancouver bringen lass. Es kann sogar sein, dass ich mit dem Wind fahren kann. Das liegt nicht etwa daran, dass selbiger sich gedreht hat, sondern ichfahr vielleicht in den Sueden. Da is in der Werkstatt so ein Spanier, cooler Kerl, der hat spontan entschieden ein Radl zu bauen und Baya Californi runter zu fahren. Er hat genau so wenig Ahnung von Raedern und Touren wie der lustige Kanadier, den er schon ueberredet hat mitzukommen. Ich ueberleg mir grad ob ich mit denen mitfahr und dann von La Paz in Baya California nach Canada flieg oder Zug/Bus fahr. Seit heute hat mich uebrigens der Heuschnupfen voll in seiner Gewalt und ich leide wie ein Hund. Das iegt gewiss ausschliesslich amHeuschnupfenund nicht an den paar kleinen Bierlis die ich gestern getrunken hab....
Mittwoch, 9. April 2008
Fahrrad - Bauen II
Heute 2,5 Stunden Werkstatt: Wenns so weitergeht, bleib ich hier bis mein Visum abgelaufen ist in San Francisco haengen. Aiai, Kurbelkranz gefunden mit Kurbelarmen. Schrauben dafuer gesucht, 5 Schrauben, 5 Muddern, drangemacht, zu locker, wieder rausgemacht, sagt so ein Kerl, dass das schon die richtigen sind, "nimmste anderes Werkzeug, kannstes ganz reindrehen", wieder dran, wieder lose, sagt ein anderer "Schrauben zu lang", darauf waer ich ohne den ersten auch gekommen, toll, kleinere gesucht, drangemacht, wow passt alles. Aber die Sucherei. Dann - nat. mit Hilfe - festgestellt, dass meine Tretlagerachse (ich uebersetz nur mit Hilfe von so nem Radllexikon, auf Englisch heisst sowas Spindle, is irgendwie einfacher) zu breit ist und meine Radachse hinten zu schmal. D.h. neue Spindle rein und das Rad um ne neue Achse machen. Wie man das macht, werd ich dann morgen vormittag mit Hilfsliteratur lernen, dass die Fragen, die ich dann noch hab, wenigstens nicht voll bescheuert sind. Dann wird morgen wieder in die Werkstatt gerockt, neue Spindle rein und Pedale finden und dran machen und das Problem mit der Hinterachse loesen. Dann hab ich Donnerstag 3 Stunden und Samstag 5 Stunden fuer den wohl kompliziertesten Teil: Die Schaltung. Brauch eh noch die Vorderschaltung und ne Kette, aber die is kein Problem, da liegt genug rum. Aber das Ganze zu justieren, dass es schoen "smooth" laeuft, stell ich mir schwer vor. Wenn der Zeitplan, den ich hier mal so spontan hinrotze hinhaut, dann is es ja gar net so lang. Dann hab ich den Montag fuer die Bremsen und das Radl steht. Bei ebay muss ich wohl 100 USD fuer den Trailer loehnen. Die Craigslist-Leute antworten nicht und wenn ich ihn bestell, muss ich auch nicht nach San Jose oder so fahren und so gesehen ist das 10 Dollar teurer oder so. Dann brauch ich noch so ein Tape fuer den Lenker und dann gehts ans Auseinanderbauen und Putzen und irgendwann auch wieder ans Zusammenbauen.
Dienstag, 8. April 2008
Fahrrad - Bauen
Also das Ganze sieht jetzt so aus: In nem anderen Laden gabs das gleiche Buch fuer 20 Dollar, hab ich gekauft. Fuer 30 Dollar bin ich jetzt Mitglied dieser Werkstatt. Fuer weitere 30 Dollar hab ich mir freine Zugang zu deren Lagerbestaenden erkauft. Da ist lauter gespendetes Zeug von Leuten, die ihre Raeder nich mehr brauchen, neue Sachen kaufen und das alte eben an diese Non-Profit-Werkstatt spenden, usw...
Ich hab schon Rahmen, Gabel, komplette Raeder, Steuersatz, hintere Schaltung, Zahnkranzkassette, Sattelstuetze (jaja, auch die Uebersetzungen, deswegen werf ich grad mit so Zeug um mich), Schalthebel. Zusaetzlich gekauft hab ich Sattelklemme, Bremshebel, Bremshebelueberzuege. Sattel werd ich einen bequemen brauchen fuer die 1700 km (das hab ich auch schon konkreter rausgefunden). Ich hab mir ueberlegt einen superguten zu kaufen und den mit heim zu nehmen, aber hab grad festgestellt, dass im deutschen ebay die Preise viel niedriger sind wie hier dafuer. Also werd ich da kein Vermoegen investieren. Aber bin schon voll informiert, dass er nicht so gepolstert sein soll, wegen Durchblutung und auf Dauer ist ein gut geschnitter harter Sattel angeblich besser. Jetzt es ich noch schoen was und dann geht die erste Bastelwoche los. Heute, morgen, Donnerstag, insgesamt 9 Stunden. Dann sollt ich alles haben und kann Samstag und naechste Woche alles zerlegen, reinigen und wieder zusammenbauen und mir dabei immer schoen erklaeren lassen wie die Sachen so funktionieren, was kaputt gehen kann und wie ich selbiges wieder ins Reine bring.
Dann werd ich mir noch einen Tacho kaufen, man muss ja festhalten was man so schafft, usw., um dann irgendwann mit einer Zahl wie 1688km oder so anzukommen. Wie ihr seht, mein ich das tatsaechlich ernst und zieh das durch. Neues gibts nat. hier, also immer schoen dranbleiben.
Gruesse aus dem Land, indem scheinbar ziemlich viele Menschen denken, dass Barack Obama Moslem ist
Ich hab schon Rahmen, Gabel, komplette Raeder, Steuersatz, hintere Schaltung, Zahnkranzkassette, Sattelstuetze (jaja, auch die Uebersetzungen, deswegen werf ich grad mit so Zeug um mich), Schalthebel. Zusaetzlich gekauft hab ich Sattelklemme, Bremshebel, Bremshebelueberzuege. Sattel werd ich einen bequemen brauchen fuer die 1700 km (das hab ich auch schon konkreter rausgefunden). Ich hab mir ueberlegt einen superguten zu kaufen und den mit heim zu nehmen, aber hab grad festgestellt, dass im deutschen ebay die Preise viel niedriger sind wie hier dafuer. Also werd ich da kein Vermoegen investieren. Aber bin schon voll informiert, dass er nicht so gepolstert sein soll, wegen Durchblutung und auf Dauer ist ein gut geschnitter harter Sattel angeblich besser. Jetzt es ich noch schoen was und dann geht die erste Bastelwoche los. Heute, morgen, Donnerstag, insgesamt 9 Stunden. Dann sollt ich alles haben und kann Samstag und naechste Woche alles zerlegen, reinigen und wieder zusammenbauen und mir dabei immer schoen erklaeren lassen wie die Sachen so funktionieren, was kaputt gehen kann und wie ich selbiges wieder ins Reine bring.
Dann werd ich mir noch einen Tacho kaufen, man muss ja festhalten was man so schafft, usw., um dann irgendwann mit einer Zahl wie 1688km oder so anzukommen. Wie ihr seht, mein ich das tatsaechlich ernst und zieh das durch. Neues gibts nat. hier, also immer schoen dranbleiben.
Gruesse aus dem Land, indem scheinbar ziemlich viele Menschen denken, dass Barack Obama Moslem ist
Donnerstag, 3. April 2008
Die grossen Vorbereitungen...
...sind mal voll am Laufen. Jetzt hab ich natuerlichem dem Flo von meinem 2-Rad-Abenteuer erzaehlt, in manchen E-Mails davon gechrieben, gestern auch noch im Blog...
Tja Jul, jetzt kommste nimmer aus...will ich aber auch gar nicht. Das wird mal end geil. Ich werd jetzt dann fuer 30 Dollar Mitgleid in so nem Fahrradclub hier. Da darf man dann immer Werkzeug ausleihen und wenn man Glueck hat - ich werds versuchen zu erzwingen, indem ich ganz frueh am Tage hingeh - kriegt man auch Hilfe. Hab in so nem Radlladen ein voll fetten DIY-Fahrrad-Buch fuer 30 USD gesehen, das werd ich mir dann kaufen und auf der Seite vom deutshen Fahrradclub ein Online-Woerterbuch (also Uebersetzer) fuer Fahrradsprache. Wer mich kennt, weiss dass ich von sowas nicht den Hauch einer Ahnung hab, aber so wirds umso lustiger und das Geld ist umso beser angelegt. Dann heissts nur noch Radl und Trailer finden, das wird auch das schwierigste. Bei Craigslist sind kaum Raeder in San Francisco selbst, aber da ich jetzt einen 7 Tages-Pass der Metro hab (damit kann ich auch Bus und olele auch Cable-Car fahren), komm ich auch irgendwie nach Oakland und Berkeley. Ich glaub die trauen sich alle nicht ihr Diebesgut ins I-Net zu stellen. Hat man mir in so nem Laden eh schon gesagt, dass hier unendlich viele Raeder geklaut werden und sie deswegen nichtmal mit gebrauchten Raedern handeln duerfen. Trailer ist einer drin fuer 150 USD, den werd ich wohl kaufen muessen.
Ueber die Route hab ich mich auch schon schlau gemacht. Immer bergauf und bergab, durchgehend Gegenwind und 1300 km oder so und wenn der Hwy 1 zu Ende geht muss ich ein Stueck Freeway 101 fahren (erlaubt, aber ungemuetlich), just my luck (haette Adrian Mole jetzt gesagt).
Aber parallel mit mir reisen Grauwale gen Norden, da werd ich dann hoffentlich welche sehen, ab Mai laesst der Regen stark nach in Oregon und Washington was auch gut ist. Ausserdem ist es gut, dass ich in San Francisco starte. Haette ich beispielsweise von Phoenix eine Radtour gestartet, haette ich fuer die erste Nacht mein Zelt in einem Vorgarten am anderen Ende der Stadt aufschlagen duerfen, wasdeprimieren ist irgendwie. So komm ich am ersten Tag ins schoene Marin County.
Musik muss ich mir auch noch beschaffen irgendwie, weil mein I-Pod sich aufgehaengt hat und von diesen Apple-Affen
Nichtmal eine I-Tunes-Value-Card oder wie die das nennen ham sie mir geschenkt. "You should have your computer with you"...Dafuer hab ich 80 Gb-Speicher drauf, um mir dann anhoeren zu duerfen, dass sowas doch immer passieren kann. Meine Sympathie fuer Microsoft ist auf alle Faelle auf einmal irrsinnig gestiegen...
Gruesse aud dem Apple-Store-San Francisco
Mein Kreuz tut schon weh, wenn ich ne Stunde vor so nem Pc steh, aiai, und da will ich gross radeln...
Mittwoch, 2. April 2008
...in L.A. ...
Dienstag, 1. April 2008
Von Vegas bis San Francisco
Guten Tag ihr neidischen Alltagsbesitzer,
lange musstet ihr euch gedulden, aber jetzt wird gepostet und hochgeladen bis die Finger rauchen. Wir waren also irgendwann vor ca einer Woche in Vegas und sind dann mit ca 100 Meilen verfahren Richtung Death Valley. Kurz vorm Nationalpark haben wir dann gepennt und anschliessend einen der besten Tage unseres Trips gehabt wie ich finde. Frueh aufgestanden (das heisst gegen 8.30 ihr fleissigen Honigbienchen da draussen), Guten-Morgen-Sport getrieben und dabei 100 Golfbaelle verschossen, losgefahren, bisserl so View Points und Scenic Drives abgeklappert (jaja, die geben einem hier vor was man unheimlich toll und fuerchterlich atemberaubend zu finden hat), dann frisch gekochte Ravioli, danach einen recht anstrengenden Hike gegangen, dann ausm Park raus (landschaftlich echt beeindruckend), dann Subway-Footlongs, dann nach L.A. .Dort war der Host erst nicht zu Hause und dann sind wir noch 1,5 Stunden voll verplant durch die Stadt gefahren. In China-Town hab ich dann Ped-Xing gelesen und das ganze fuer einen chinesischen Strassennamen gehalten, muhaha...
In L.A. waren wir dann einen ganzen Tag, ham uns das wichtigste gegeben, beschlossen dass das Ganze irgendwie halb so cool ist wies klingt und sind dann nach Norden, entlang dem sagenumwobenen Hwy 1. Natuerlich ist der ganz schoen, aber diese halben Orgasmen, die Amerikaner kriegen, wenn sie Hwy 1 nur hoeren, haben sich uns auch nicht erklaert.
Irgendwann hat uns dieser Highway dann nach San Francisco gebracht.
Dort sind wir aehnlich wie in L.A. einen Tag rumgefahren, um die Stadt mal grob auszuchecken. War aber positiver: Zum einen nicht so unendlich riesig wie L.A. und zum anderen hat Frisco einfach mehr Charakter.
Die Tatsache, dass man fuer die Golden-Gate nur in eine Richtung zahlen muss, nahmen wir gerne als Anlass diese Toll zu umgehen und das SF-Bay einmal zu umrunden. Noerdlich von San Francisco auf der anderen Seite der Golden-Gate-Bridge ist es echt schoen. Dort haben wir dann natuerlich die Fotos von der Bruecke gemacht, die jeder macht. Dann sind wir weiter auf unserem Weg ums Bay und wollten schliesslich in der Naehe von irgendnem State-Park pennen.
Da war alles aber mal dermassen komisch dicht besiedelt und lauter Villen-Departments und was nicht alles, dass wir nix Gescheites gefunden haben. Da wir auf irgend einer Strasse Richtung Osten waren und der Flo mich gefragt hat was denn da der naechste Park ist und meine Antwort richtigerweise "Yosemite" und dem Flo die Antwort "120 Meilen" auf seine zweite Frage egal war, sind wir eben Richtung Yosemite gefahren. Schoenheit des Parks und wie die Amerikaner das sehen ist aehnlich wie mit dem Hwy 1. Yosemite ist schon ein schoener Park, keine Frage, aber ich glaub der Reiz daran ist fuer die Amerikaner die Baeren-Geschichte. An der Stelle koennen einem die Pumas fast Leid tun, keiner hat irgendwie Angst vor denen. Ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass wir keinen gesehen haben (Baer nicht Puma), weiss ich noch nicht. Auf dem Rueckweg sind wir durch einen Landstrich gefahren, in dem die 1$-Double-Cheeseburger noch leben und das hat auch grossteils so gerochen.
Heute sind wir wieder in San Francisco angekommen, haben eigentlich nix gemacht, bisserl rumgefahren, bisserl Burger King, immer wieder Buecherei zwecks Internet, aber eigentlich nur Zeit totgeschlagen.
Dann ging auf einmal alles ziemlich schnell und der Flo musste los , warum so seltsam ploetzlich waer zu lange (an der Stelle ein letzter Verweis auf wo-ist-flo.de.gg). Naja, und auf einmal war ich dann wieder alleine. 1,5 Stunden ohne Schutz der Zweisamkeit und ohne dem Auto als gefuehlte Festung alleine in der Daemmerung von San Francisco auf meinen jetztigenm Host warten. So unendlich grausam war das natuerlich nicht. Bin zur Zentralbibliothek, um festzustellen, dass sie zu war, zurueck und Zeit war um. Der Kerl ist echt freundlich, er ist mit 31 der aelteste bis jetzt und auch der erste mit so richtigem Arbeitsverhaeltnis. Aber hier fuehl ich mich jetzt echt wohl. Keine anderen Mitbewohner, keine Katzen, keine Hunde, es ist voll sauber, genau sowas brauch ich jetzt nach 3 Tagen in denen ich nichtmal ein Handtuch benutzt habe.
Fotos gibts in den Alben, will die jetzt nicht hier rein basteln, ich hoff dass ich die lesefaulen unter euch nicht ueberfordert hab...
...achja, ich plane per Fahrrad von hier nach Vancouver zu fahren. Das heisst: Ich bleib ne Weile hier in San Francisco, kauf mir ein Radl, einen Anhaenger dafuer, anderes Zeug was ich brauch und dann fahr ich mal eben 1000 km oder so - ich weiss selber noch nicht genau wie weit das ist - die verregnete Nordwestkueste der USA entlang.
Gruesse aus dem Land, in dem der Weg vom Tellerwaescher zum Millionaer nicht funktionieren kann, weil Pappteller nur selten gewaschen werden
lange musstet ihr euch gedulden, aber jetzt wird gepostet und hochgeladen bis die Finger rauchen. Wir waren also irgendwann vor ca einer Woche in Vegas und sind dann mit ca 100 Meilen verfahren Richtung Death Valley. Kurz vorm Nationalpark haben wir dann gepennt und anschliessend einen der besten Tage unseres Trips gehabt wie ich finde. Frueh aufgestanden (das heisst gegen 8.30 ihr fleissigen Honigbienchen da draussen), Guten-Morgen-Sport getrieben und dabei 100 Golfbaelle verschossen, losgefahren, bisserl so View Points und Scenic Drives abgeklappert (jaja, die geben einem hier vor was man unheimlich toll und fuerchterlich atemberaubend zu finden hat), dann frisch gekochte Ravioli, danach einen recht anstrengenden Hike gegangen, dann ausm Park raus (landschaftlich echt beeindruckend), dann Subway-Footlongs, dann nach L.A. .Dort war der Host erst nicht zu Hause und dann sind wir noch 1,5 Stunden voll verplant durch die Stadt gefahren. In China-Town hab ich dann Ped-Xing gelesen und das ganze fuer einen chinesischen Strassennamen gehalten, muhaha...
In L.A. waren wir dann einen ganzen Tag, ham uns das wichtigste gegeben, beschlossen dass das Ganze irgendwie halb so cool ist wies klingt und sind dann nach Norden, entlang dem sagenumwobenen Hwy 1. Natuerlich ist der ganz schoen, aber diese halben Orgasmen, die Amerikaner kriegen, wenn sie Hwy 1 nur hoeren, haben sich uns auch nicht erklaert.
Irgendwann hat uns dieser Highway dann nach San Francisco gebracht.
Dort sind wir aehnlich wie in L.A. einen Tag rumgefahren, um die Stadt mal grob auszuchecken. War aber positiver: Zum einen nicht so unendlich riesig wie L.A. und zum anderen hat Frisco einfach mehr Charakter.
Die Tatsache, dass man fuer die Golden-Gate nur in eine Richtung zahlen muss, nahmen wir gerne als Anlass diese Toll zu umgehen und das SF-Bay einmal zu umrunden. Noerdlich von San Francisco auf der anderen Seite der Golden-Gate-Bridge ist es echt schoen. Dort haben wir dann natuerlich die Fotos von der Bruecke gemacht, die jeder macht. Dann sind wir weiter auf unserem Weg ums Bay und wollten schliesslich in der Naehe von irgendnem State-Park pennen.
Da war alles aber mal dermassen komisch dicht besiedelt und lauter Villen-Departments und was nicht alles, dass wir nix Gescheites gefunden haben. Da wir auf irgend einer Strasse Richtung Osten waren und der Flo mich gefragt hat was denn da der naechste Park ist und meine Antwort richtigerweise "Yosemite" und dem Flo die Antwort "120 Meilen" auf seine zweite Frage egal war, sind wir eben Richtung Yosemite gefahren. Schoenheit des Parks und wie die Amerikaner das sehen ist aehnlich wie mit dem Hwy 1. Yosemite ist schon ein schoener Park, keine Frage, aber ich glaub der Reiz daran ist fuer die Amerikaner die Baeren-Geschichte. An der Stelle koennen einem die Pumas fast Leid tun, keiner hat irgendwie Angst vor denen. Ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass wir keinen gesehen haben (Baer nicht Puma), weiss ich noch nicht. Auf dem Rueckweg sind wir durch einen Landstrich gefahren, in dem die 1$-Double-Cheeseburger noch leben und das hat auch grossteils so gerochen.
Heute sind wir wieder in San Francisco angekommen, haben eigentlich nix gemacht, bisserl rumgefahren, bisserl Burger King, immer wieder Buecherei zwecks Internet, aber eigentlich nur Zeit totgeschlagen.
Dann ging auf einmal alles ziemlich schnell und der Flo musste los , warum so seltsam ploetzlich waer zu lange (an der Stelle ein letzter Verweis auf wo-ist-flo.de.gg). Naja, und auf einmal war ich dann wieder alleine. 1,5 Stunden ohne Schutz der Zweisamkeit und ohne dem Auto als gefuehlte Festung alleine in der Daemmerung von San Francisco auf meinen jetztigenm Host warten. So unendlich grausam war das natuerlich nicht. Bin zur Zentralbibliothek, um festzustellen, dass sie zu war, zurueck und Zeit war um. Der Kerl ist echt freundlich, er ist mit 31 der aelteste bis jetzt und auch der erste mit so richtigem Arbeitsverhaeltnis. Aber hier fuehl ich mich jetzt echt wohl. Keine anderen Mitbewohner, keine Katzen, keine Hunde, es ist voll sauber, genau sowas brauch ich jetzt nach 3 Tagen in denen ich nichtmal ein Handtuch benutzt habe.
Fotos gibts in den Alben, will die jetzt nicht hier rein basteln, ich hoff dass ich die lesefaulen unter euch nicht ueberfordert hab...
...achja, ich plane per Fahrrad von hier nach Vancouver zu fahren. Das heisst: Ich bleib ne Weile hier in San Francisco, kauf mir ein Radl, einen Anhaenger dafuer, anderes Zeug was ich brauch und dann fahr ich mal eben 1000 km oder so - ich weiss selber noch nicht genau wie weit das ist - die verregnete Nordwestkueste der USA entlang.
Gruesse aus dem Land, in dem der Weg vom Tellerwaescher zum Millionaer nicht funktionieren kann, weil Pappteller nur selten gewaschen werden
Montag, 24. März 2008
Viva Las Vegas
Guten Tag,
nach San Diego sind wir w
ie gesagt nach orden um uns mit so Maedels aus Flagstaff zu treffen, von wegen Spring Break und so...ich hab mir das auch dementsprechend vorgestellt: Campingplatz mit lauter verrueckten, betrunkenen, lauten, leicht bekleideten, feierwuetigen, jungen Menschen. Naja, bis auf Camping hat sich nichts bewahrheitet, war also nicht so toll. Auf dem Weg dort hin waren wir noch ein bisschen Mountainbiken. Der Flo durfte dann noch 2 Stunden Radeln dranhaengen, weil ich meine Cam in San Diego hab liegen lassen und nochmal 100km fahren durfte.
ie gesagt nach orden um uns mit so Maedels aus Flagstaff zu treffen, von wegen Spring Break und so...ich hab mir das auch dementsprechend vorgestellt: Campingplatz mit lauter verrueckten, betrunkenen, lauten, leicht bekleideten, feierwuetigen, jungen Menschen. Naja, bis auf Camping hat sich nichts bewahrheitet, war also nicht so toll. Auf dem Weg dort hin waren wir noch ein bisschen Mountainbiken. Der Flo durfte dann noch 2 Stunden Radeln dranhaengen, weil ich meine Cam in San Diego hab liegen lassen und nochmal 100km fahren durfte. Was an diesem Campingausflug ganz witzig war ist die Tatsache, dass wir die Leute dort gefunden haben ohne dass wir mit ihnen telefoniert haben oder den Namen des Campingplatzes wussten.
Von dort aus sind wir dann also nach Las Vegas. Tagsueber sieht das alles irgendwie laecherlich und affig aus. In der Nacht is es schon besser, aber so richtig begeistern tut uns die Stadt nicht. Heute geben wir uns noch die Hotels am Suedstrip und dann gibts demnaechst ein buntes Las-Vegas-Album.
Sorry ihr zarten Gemueter da draussen, aber diesen Zeh wollt ich einfach herzeigen...
Gruss aus dem Land, in dem es auch Drive-Thru-Bankautomaten gibt
Mittwoch, 19. März 2008
San Diego
Gestern sind wir dann also von
Phoenix nach San Diego gefahren. Da war landschaftlich mal wieder ziemlich Bizarres geboten. Einmal sind wir ueber so einen Berg drueber, der ausgesehen hat, als ob irgendjemand Millionen von Tonnen an Geroell in die Wueste gekippt hat, weiss net ob mans aufm Bild erkennt. Kurz nach Yuma (fuer den maximal einen, ders nachschaut...dadurch werdens aber vielleicht doch mehrere nachschauen...aber jetzt gibts vielleicht wieder welche die's aus Trotz nicht nachschauen...ach, schaut so und so keiner nach) mal fuer 2 Meilen so richtig Sandwueste. Aber meistens natuerlich flach, ein paar Steine, Kakteen und ganz viel gar nix. Angekommen sind wir mit dem Sonnenuntergang, war ziemlich cool, so ca 3 Minuten bevor sie verschwunden ist, am Strand angekommen.
Da Amerikaner gerne feiern und sich dabei gerne komische Gewaender anziehen (ich hab gehoert davon gibts bei uns auch ein paar) feiert man hier den St Patricks-Day. Ich glaub die ham keine Ahnung wer das war, was der so gemacht hat und wer oder was Irland eigentlich ist, aber man trinkt halt gerne Bier und das "Patrick was a Saint, I ain't" - T-Shirt dekoriert den Bier-Baauch so schoen. Das Treiben ham wir uns gestern noch a bisserl angeschaut, bevor wir uns bequemst im Porsche gebettet haben. Der Flo hat heute weiss Gott was gemacht und ich hab mich einen Besuch im San Diego-Zoo insgesamt 27,50 USD kosten lassen, aiai. Is aber echt cool da, Fotos gibts im Album.
Morgen gehen wir Schnorcheln, Ausruestung und Neopren-Anzug (hat 15 Grad das Wasser) gibts von der wirklich coolen Family hier. Vielleicht dann noch 1-2 Stunden ein Surfbrett ausleihen, ma guggn.
Gruesse aus dem Land, in dem 9 von 10 Pissoirs theoretisch auch auf den Knien zu meistern waeren
Nochmal Arizona
Irgendwie sind so
Querverweise auf einen anderen Blog daemlich. Wenn man sich das irgendwann mal selber anschauen will oder ihr spaeter, dann ist das verwirrend.
Also gibts hier nochmal Geschichten aus Arizona:
Wir sind - oh Gott fuehlt sich das grad lang her an - irgendwo im Norden von Arizona umgeben von Rindsviehern aufgewacht, sind nach Flagstaff gefahren und haben dort fuer ein paar Tage gewohnt. Kleines Haeuschen, viele verschiedene Leute, die immer ein und aus gingen, ne anstaendige Party, Flo durfte ein Auto reparieren, von dort aus haben wir den Grand Canyon erkundet, ne Einladung fuer ne Spring-Break-Party bekommen, ich hab kaputt-getrocknete T-Shirts ersetzt, fuer 1 USD das Stueck im Second-Hand-Laden, wir haben in selbigem Golfschlaeger gekauft...eigentlich recht viel fuer die paar Tage.
Dann sind wir ueber Sedona nach Phoenix. Phoenix is ein mega-riesen-Arschdorf. 100*100 Kilometer, abgesehen von Downtown gibts keinen 2. Stock, Strassen end breit, Bevoelkerungsdichte von 1200 (fuer ne Stadt voll wenig), viele Mexikaner. Dort haben wir Golfbaelle eingekauft (500), um sie im Laufe der Zeit uebers Land zu verteilen. Da haben wir mal nen kleinen Ausflug nach Tucsoon gemacht (einfach ueber 100 Meilen). um festzustellen, dass der Flugzeug-Schrottplatz militaerisches Sperrgebiet ist. Dieser Tag haette mit 2 Double Cheeseburger zum Fruehstueck und 2 Double Double Whopper zu Mittag eigentlich der ultimative Burger-Tag werden sollen, aber Gratis-Sushi-Day in einem eigentlich recht schicken Restaurant hat uns da nen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bilder gibts im neu angelegten Fotoalbum. Ja, ich hab festgestellt, dass man euch stets mit Text- und Bildmaterial fuettern muss, um virtuelle Liebe und Zuneigung zu bekommen...
Gruss aus dem Land, in dem sich der Wechsel auf die Sommerzeit, als hoch-komplizierte Herausforderung entpuppt
Querverweise auf einen anderen Blog daemlich. Wenn man sich das irgendwann mal selber anschauen will oder ihr spaeter, dann ist das verwirrend.
Also gibts hier nochmal Geschichten aus Arizona:
Wir sind - oh Gott fuehlt sich das grad lang her an - irgendwo im Norden von Arizona umgeben von Rindsviehern aufgewacht, sind nach Flagstaff gefahren und haben dort fuer ein paar Tage gewohnt. Kleines Haeuschen, viele verschiedene Leute, die immer ein und aus gingen, ne anstaendige Party, Flo durfte ein Auto reparieren, von dort aus haben wir den Grand Canyon erkundet, ne Einladung fuer ne Spring-Break-Party bekommen, ich hab kaputt-getrocknete T-Shirts ersetzt, fuer 1 USD das Stueck im Second-Hand-Laden, wir haben in selbigem Golfschlaeger gekauft...eigentlich recht viel fuer die paar Tage.
Dann sind wir ueber Sedona nach Phoenix. Phoenix is ein mega-riesen-Arschdorf. 100*100 Kilometer, abgesehen von Downtown gibts keinen 2. Stock, Strassen end breit, Bevoelkerungsdichte von 1200 (fuer ne Stadt voll wenig), viele Mexikaner. Dort haben wir Golfbaelle eingekauft (500), um sie im Laufe der Zeit uebers Land zu verteilen. Da haben wir mal nen kleinen Ausflug nach Tucsoon gemacht (einfach ueber 100 Meilen). um festzustellen, dass der Flugzeug-Schrottplatz militaerisches Sperrgebiet ist. Dieser Tag haette mit 2 Double Cheeseburger zum Fruehstueck und 2 Double Double Whopper zu Mittag eigentlich der ultimative Burger-Tag werden sollen, aber Gratis-Sushi-Day in einem eigentlich recht schicken Restaurant hat uns da nen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bilder gibts im neu angelegten Fotoalbum. Ja, ich hab festgestellt, dass man euch stets mit Text- und Bildmaterial fuettern muss, um virtuelle Liebe und Zuneigung zu bekommen...
Gruss aus dem Land, in dem sich der Wechsel auf die Sommerzeit, als hoch-komplizierte Herausforderung entpuppt
Freitag, 14. März 2008
Arizona
Da wir ja jetzt zu zweit sind, haben wir die Moeglichkeit uns einiges zu teilen. Da waeren zum Beispiel Spritgeld, die Fahrerei, die Couchsurfing-Anfragen, Supersize-Packungen aller Art und natuerlich die muehsame Arbeit des Blogs. In diesem Sinne, mein Tip an dieser Stelle:
wo-ist-flo.blogspot.com
Gruss aus dem Land, in dem 75 mph das hoechste aller Gefuehle sind
Montag, 10. März 2008
Utah
Hallo ihr zahlreich zu Hause gebliebenen,
wir sind jetzt also in Utah. Diejenigen, die jetzt witzige Geschichten ueber Mormonen, Extremchristen, Vielweiberei und sonstwas erwarten, muss ich leider enttaeuschen. Wir sind im Sueden und kriegen davon nichts mit. Wir verfahren hier billigen Sprit, bewundern Nationalparks und muessen immer wieder feststellen wie schnell zunaechst endlos scheinende Landschaften sich dann doch veraendern koennen. Heute wollten wir zum Beispiel aus dem Canyonlands-Nationalpark rausfahren und zwar ueber eine andere Route wie rein. Diese Route ging durch einen National Forest und da sind wir dann im Schnee stecken geblieben und mussten umkehren. Was Tiere angeht, war die Ausbeute bisher relativ mager: Raben, Streifenhoernchen, Stinktiere (bisher nur ueberfahrene), Rinder, Hasen, nix spannendes also. Die Highlights, die die Gegend hier angeblich zu bieten hat, haben wir versaeumt: Klapperschlangen, Kojoten, Bergloewen. Sogar die Indianer haben sich so gut versteckt, dass wir sie nicht gesehen haben. Die Bergloewen sind glaub ich echt nur Legende, davon haben sie nichtmal Fotos in den Visitor-Centern, im Gegensatz zu den anderen Tieren. Es gibt aber zahlreiche Warnschilder, die auf sie hinweisen. Diese verraten einem wie man mit diesen zarten Geschoepfen umgehen soll: "If it fights, fight back!!"
Was die Nationalparks angeht, also Arches und Canyonlands, sprechen die Bilder wohl fuer sich:
arschgeil, oder? ....fanden wir auch....
Das war arschgefaehrlich ;) ...und ihr war arschlangweilig.
Kleiner fotografischer Nachtrag zum Skibiken.
Der nette Herr in Orange ist Mr. Wild in Aktion!!

Das ist eines der "Couchsurfing"-Bilder, die wir in Williamsburghgemacht haben. Mein erster Host Eric und meine Wenigkeit.

Das ist eines der "Couchsurfing"-Bilder, die wir in Williamsburghgemacht haben. Mein erster Host Eric und meine Wenigkeit.
Gruesse aus dem Land, in dem man stets fuer sein Bier kaempfen muss
Freitag, 7. März 2008
Colorado...
...ist genau so wie ich mir das vorgestellt hab. Die Landschaft ist irrsinnig trostlos, es gibt sogar "Heute-nix-los-Ballen", am Horizont sieht man die Rockies, Strassen sind saubreit, Autos sind im Schnitt 6 Meter lang, haben wohl eine laengere Lebenserwartung wie die Haeuser hier, die auch alle einen gepflegten Sicherheitsabstand voneinander haben. So richtig freie Flaeche gibt es aber auch nicht, ueberall ein bisschen was: Ein typisch amerikanisches Haeuschen hier, ein Schrottplatz da, sonstige Autofriedhoefe, Autohaendler, undefinierbare Huetten und Baracken sieht man auch immer wieder und nicht zu vergessen das goldene M und seine hier meist mexikanischen Fast-Food-Freunde.
Am Mittwoch bin ich hier angekommen, wurde mit einer Stunde Verspaetung abgeholt, weil Flos Auto - im naechsten Post wird es vermutlich schon ganz stolz "unser Porsche" heissen - nicht mehr wollte. Er hats aber wieder irgendwie hinbekommen. Wen genauer interessiert was das war und wie er das gemacht hat, kann sich das bei wo-ist-flo.blogspot.com anschauen, mir ist das ziemlich egal, Hauptsache er faehrt.
Gestern waren wir Skibiken, das is mal end geil, hoff ich kann da noch irgendwie Fotos nachreichen, ich selbst hab keine gemacht. Das ist ungefaehr ein Mountainbike mit Snowblades statt Reifen. Ist auch echt erstaunlich gut gegangen. Da mein Mittwoch 26 Stunden gedauert hat und wir gestern knappe 5 Stunden nur gepennt haben, hab ich heute demnach ca 12 Stunden gepennt und unter Tags nochmal 4 oder so, auf alle Faelle sehr lange.
Morgen rocken wir dann nach Utah, in die Gegend von Arches-Nationalpark. Im Sueden von Colorado gaebs noch so einen Sandduenen-Nationalpark, aber der Umweg waer zu gross.
Das Kamerakabel ist uebrigens aufgetaucht, hab aber grad keine Lust das ganze Zeug auszupacken, anzuschliessen, Fotos auswaehlen, hochzuladen, usw. Also muesst ihr auch auf die Couchfotos warten.
Bis denne jul
Am Mittwoch bin ich hier angekommen, wurde mit einer Stunde Verspaetung abgeholt, weil Flos Auto - im naechsten Post wird es vermutlich schon ganz stolz "unser Porsche" heissen - nicht mehr wollte. Er hats aber wieder irgendwie hinbekommen. Wen genauer interessiert was das war und wie er das gemacht hat, kann sich das bei wo-ist-flo.blogspot.com anschauen, mir ist das ziemlich egal, Hauptsache er faehrt.
Gestern waren wir Skibiken, das is mal end geil, hoff ich kann da noch irgendwie Fotos nachreichen, ich selbst hab keine gemacht. Das ist ungefaehr ein Mountainbike mit Snowblades statt Reifen. Ist auch echt erstaunlich gut gegangen. Da mein Mittwoch 26 Stunden gedauert hat und wir gestern knappe 5 Stunden nur gepennt haben, hab ich heute demnach ca 12 Stunden gepennt und unter Tags nochmal 4 oder so, auf alle Faelle sehr lange.
Morgen rocken wir dann nach Utah, in die Gegend von Arches-Nationalpark. Im Sueden von Colorado gaebs noch so einen Sandduenen-Nationalpark, aber der Umweg waer zu gross.
Das Kamerakabel ist uebrigens aufgetaucht, hab aber grad keine Lust das ganze Zeug auszupacken, anzuschliessen, Fotos auswaehlen, hochzuladen, usw. Also muesst ihr auch auf die Couchfotos warten.
Bis denne jul
Dienstag, 4. März 2008
In Williamsburgh
Guten Tag ferne Heimat,
da ich heute mal ueberhaupt keinen Bock hab irgendwas zu machen - was daran liegen koennte, dass es regnet - hab ich mir gedacht ich koennte mal wieder was schreiben. Wohnen tu ich derzeit bei zwei Maedels in Williamsburgh, das is so ein hippes Viertel in Brooklyn, oestlich vom East-Village in Manhattan. Hier wohnen nur junge Menschen und Hispanics. Gestern war der mit Abstand teuerste Abend bisher, war aber echt witzig. Sind von hier ca 25 Blocks in den Norden geradelt (mein Radel hab ich mir von nem Nachbarn ausgeliehen, der es ziemlich ungeschickt angekettet hat, dafuer haben wirs ihm aufgepumpt) zum Bowlen. Dabei waren meine momentane Hostesse (das ist hier das weibliche Wort fuer Host, in Deutsch gibts das glaub ich nicht, also das weibliche Wort fuer Host, Hostesse gibts ja schon, aber halt mit anderer Bedeutung) und mein erster Host. Die beiden kennen sich nicht ueber Couchsurfing-Zeug. Tja, so klein is New York. Ich schreib dem Eric grad ne E-Mail, ob er denn nochmal Zeit hat irgendwas zu machen und 5 min spaeter steht er in der Tuer, schon witzig. Auf der Strecke, die wir da gestern gefahren sind, am East-River entlang, machen die am Samstag ein Promille-Radlrennen, aber da bin ich ja leider nimmer da. Am Heimweg haben wir dann noch witzige Bilder mit einer Gammelcouch am Wegesrand gemacht, die ich aber leider nicht hochladen kann, weil ich das Kabel wohl in Sued-Brooklyn vergessen hab. Baeh, jetzt darf ich da morgen nochmal runterroedeln und das holen, naja, hoffentlich tauchts wieder auf irgendwo.
Eigentlich wollt ich jetzt nochmal ins Museum of Natural History, aber irgendwie bin ich traege heute. Dann wollte mir noch ein Guyaner heute evtl so ein Carribean-Viertel hier zeigen, aber die sind bei dem Wetter bestimmt alle zu Hause heute und die Strassen sind leer.
Hab jetzt angefangen "Secret Diary of Adrian Mole" zu lesen. Der ein oder andere hat das sicherlich in der Mittelstufe gelesen. Is echt recht witzig, aber is halt British English und die ganzen Slang-Sachen unterscheiden sich schon von dem was sie hier so reden. Nachdem ich letzte Woche sagenhafte 50 Chicken-Nuggets fuer 3 USD gekauft hab, hab ich gestern wieder zugeschlagen: 10 Turkey-Wuerstchen - fuer die Mikrowelle versteht sich - fuer 2 USD und dazu ca 20 Minibananen fuer 99 cent. Beides ziemlich nah an der Schmerzgrenze, auf welcher Seite davon ist wohl je nach Betrachter unterschiedlich. Ach ja, dann wollte ich heute noch in die Upper Westside, da ist ein Mausuleum und eine Kirche mit dem groessten Glockenspiel der Welt (ich befuerchte es gibt ca 35 Kirchen mit dem groessten Glockenspiel der Welt), da kann man hoch und hat ne recht gute Aussicht auf Midtown, Central Park und Harlem. Naja, aber Aussicht is heute eh nicht bei der Siffe und Lust hab ich auch nicht wirklich. Ausserdem wollte ich noch auf die Williamsburgh-Bridge zum Fotos machen, weil das geht aus der fahrenden u-Bahn nicht gescheit, aber auch hier durch kreuzt das Wetter und meine unendliche Faulhei des heutigen Tages, welche das Wetter als willkommene Ausrede missbraucht, meine urspruenglichen Plaene. Jaja, es haette ein wirklich actionreicher Tag werden koennen. Immerhin geh ich heut Abend zum Eric in die Pizzaria, Dienstag is Gratis-Pizza-Tag, weil der Chef da nicht da ist. Danach wird das gesparte Geld in Bier verwandelt, welches hier viel zu wenig Kohlensaeure hat, schmeckt immer ein bisschen nach letzter Woche. Montags sogar noch aelter. Bier gibts hier uebrigens auch in Pitchern, voll abgedreht. Natuerlich sind die aus Plastik, genau wie die Becherchen, die man dazu bekommt.
Das solls mal gewesen sein fuer heute
Gruss Jul
da ich heute mal ueberhaupt keinen Bock hab irgendwas zu machen - was daran liegen koennte, dass es regnet - hab ich mir gedacht ich koennte mal wieder was schreiben. Wohnen tu ich derzeit bei zwei Maedels in Williamsburgh, das is so ein hippes Viertel in Brooklyn, oestlich vom East-Village in Manhattan. Hier wohnen nur junge Menschen und Hispanics. Gestern war der mit Abstand teuerste Abend bisher, war aber echt witzig. Sind von hier ca 25 Blocks in den Norden geradelt (mein Radel hab ich mir von nem Nachbarn ausgeliehen, der es ziemlich ungeschickt angekettet hat, dafuer haben wirs ihm aufgepumpt) zum Bowlen. Dabei waren meine momentane Hostesse (das ist hier das weibliche Wort fuer Host, in Deutsch gibts das glaub ich nicht, also das weibliche Wort fuer Host, Hostesse gibts ja schon, aber halt mit anderer Bedeutung) und mein erster Host. Die beiden kennen sich nicht ueber Couchsurfing-Zeug. Tja, so klein is New York. Ich schreib dem Eric grad ne E-Mail, ob er denn nochmal Zeit hat irgendwas zu machen und 5 min spaeter steht er in der Tuer, schon witzig. Auf der Strecke, die wir da gestern gefahren sind, am East-River entlang, machen die am Samstag ein Promille-Radlrennen, aber da bin ich ja leider nimmer da. Am Heimweg haben wir dann noch witzige Bilder mit einer Gammelcouch am Wegesrand gemacht, die ich aber leider nicht hochladen kann, weil ich das Kabel wohl in Sued-Brooklyn vergessen hab. Baeh, jetzt darf ich da morgen nochmal runterroedeln und das holen, naja, hoffentlich tauchts wieder auf irgendwo.
Eigentlich wollt ich jetzt nochmal ins Museum of Natural History, aber irgendwie bin ich traege heute. Dann wollte mir noch ein Guyaner heute evtl so ein Carribean-Viertel hier zeigen, aber die sind bei dem Wetter bestimmt alle zu Hause heute und die Strassen sind leer.
Hab jetzt angefangen "Secret Diary of Adrian Mole" zu lesen. Der ein oder andere hat das sicherlich in der Mittelstufe gelesen. Is echt recht witzig, aber is halt British English und die ganzen Slang-Sachen unterscheiden sich schon von dem was sie hier so reden. Nachdem ich letzte Woche sagenhafte 50 Chicken-Nuggets fuer 3 USD gekauft hab, hab ich gestern wieder zugeschlagen: 10 Turkey-Wuerstchen - fuer die Mikrowelle versteht sich - fuer 2 USD und dazu ca 20 Minibananen fuer 99 cent. Beides ziemlich nah an der Schmerzgrenze, auf welcher Seite davon ist wohl je nach Betrachter unterschiedlich. Ach ja, dann wollte ich heute noch in die Upper Westside, da ist ein Mausuleum und eine Kirche mit dem groessten Glockenspiel der Welt (ich befuerchte es gibt ca 35 Kirchen mit dem groessten Glockenspiel der Welt), da kann man hoch und hat ne recht gute Aussicht auf Midtown, Central Park und Harlem. Naja, aber Aussicht is heute eh nicht bei der Siffe und Lust hab ich auch nicht wirklich. Ausserdem wollte ich noch auf die Williamsburgh-Bridge zum Fotos machen, weil das geht aus der fahrenden u-Bahn nicht gescheit, aber auch hier durch kreuzt das Wetter und meine unendliche Faulhei des heutigen Tages, welche das Wetter als willkommene Ausrede missbraucht, meine urspruenglichen Plaene. Jaja, es haette ein wirklich actionreicher Tag werden koennen. Immerhin geh ich heut Abend zum Eric in die Pizzaria, Dienstag is Gratis-Pizza-Tag, weil der Chef da nicht da ist. Danach wird das gesparte Geld in Bier verwandelt, welches hier viel zu wenig Kohlensaeure hat, schmeckt immer ein bisschen nach letzter Woche. Montags sogar noch aelter. Bier gibts hier uebrigens auch in Pitchern, voll abgedreht. Natuerlich sind die aus Plastik, genau wie die Becherchen, die man dazu bekommt.
Das solls mal gewesen sein fuer heute
Gruss Jul
Freitag, 29. Februar 2008
Der Jul is eine Nutte...
...weil er fuer ein Bier ein wahrscheinlich end peinliches, beschissenes Interview mit so einem Zdf-New York-Reporter gemacht hat, welches demnaechst eventuell irgendwann auf dem Zdf im Mittagsmagazin zu sehen sein wird. Die machen irgendwas ueber Couchsurfing und da gestern in so einer Bar Couchsurfing-Treff war (wie jeden Do), waren die eben da.
Naja, und ich bleib bis Mittwoch hier in New York und flieg dann nach Denver zum Flo, also nix DC oder so, Fluege von hier sind einfach billiger.
Naja, und ich bleib bis Mittwoch hier in New York und flieg dann nach Denver zum Flo, also nix DC oder so, Fluege von hier sind einfach billiger.
Dienstag, 26. Februar 2008
Mal wieder irgendwo in Brooklyn
Guten Tag liebe Heimat!!
ich hab schon viele huebsche und wenige weniger huebsche typisch amerikanische Sachen erleben duerfen. Da waer zum Beispiel ein Spiel der Knicks mit allem was dazu gehoert: Cheerleader, Ablenkungsmanoever beim Freiwurf, Hotdogverkaeufer, Nationalhymne(n - man hatte ja Kanadier zu Gast), Unmengen an Dreck auf dem Boden und das beste ist auf dem Foto zu sehen.
Dann waere da noch das Ghetto in Brooklyn, wo ich zunaechst gewohnt hab. Das Foto find ich recht cool mit Basketballkaefig im Schnee, U-Bahn und Wohnblock. "Gugg mal, da vorne ist ein Weisser, der erste seit 6 Wochen der nicht zu mir gehoert", sowas aehnliches hat der Host zu mir gesagt. Ich war in Brooklyn auf einer sogenannten Noise-Show in so nem Baracken-Club, das war semi-unterhaltsam, aber recht interessant. Ich war bei reich
Aber natuerlich war ich auch in eben diesem Manhattan unterwegs, in welchem sich der Bub aus Opf doch ein bisschen klein vorkommt. Aber je laenger man dort ist un
Mittwoch, 20. Februar 2008
In Brooklyn angekommen
Dafuer dass mich die BA 2 Stunden eher losgeschickt hat, ist es gar nicht mal so gut, dass ich 2 Stunden zu spaet angekommen bin. Dafuer haben sie mir die Fahrt nach Brooklyn erleichtert, also im wahrsten Sinne des Wortes, weil mein Gepaeck den Weg in den 2. Flieger nicht geschafft hat. Aber wenn das heute kommt, wars gar net so schlimm, weil sie mir als Entschaedigung 50 USD gegeben haben, aber haben will ichs langsam schon. Jaja, so schnell wird man bestraft, wenn man ein geschenktes T-Shirt nicht mitnimmt, jetzt muss ich heute noch das selbe tragen wie gestern. Aber bitte, bitte lieber Bene, nicht boese sein. Ich weiss halt genau, dass ich das maximal 5 mal fuer irgend ein Foto anziehen wuerde und dafuer des ein halbes Jahr mit sich rumtragen is einfach suboptimal. Mir steht das halt einfach nicht so gut wie dir. Also hiermit nochmal offiziell: Ich bin gut angekommen, Host und anderer Kerl der da ist, sind super, in 10 Minuten fahr ich nach Manhattan, Wetter ist best3, draussen hoer ich grad ne Sirene von New Yorker Polizei, also los gehts!!!
Sonntag, 17. Februar 2008
Hiermit hab ich also meinen Blog, mit dessen Hilfe ich euch hoffentlich regelmäßig von meiner Reise berichten werde. Ein Gästebuch hab ich auch eingerichtet, dass ihr mir auch immer wieder kleinere Nachrichten schreiben könnt. Für längere Texte haben wir ja e-mail und Lokalisten .
Jaja, so hat der Keller ausgesehen, bevor der Gogo angefangen hat zu randalieren, jemand eifrig die Fähnchen zerschnipselt und verteilt hat, literweise Bier verkippt wurde, Chips verstreut und zertreten wurden, usw...
Aber nochmal danke an alle, die gekommen sind, vor allem an die Laura, die noch
Der nächste Beitrag wird dann aus New York sein und von dort aus arbeite ich mich dann nach Denver, wo ich dann den Flo treff, um ein bisschen mit ihm gemeinsam die Rockies zu erkunden.
Also dann heißt es hiermit:
"Bye Bye Deutschland" und "Hello America"
Abonnieren
Posts (Atom)

